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Formel 1

Lauda: Schneller Heidfeld muss den Mund aufmachen!

Niki Lauda über 2005: Warum die Ferrari-Jäger gute Chancen haben. Warum Ralf und DC kein Glück finden werden. Und ein Tipp für Heidfeld….
von Michael Noir Trawniczek

Motorsport-Magazin.com - "Er trägt eine rote Kappe – und sein Herz auf der Zunge", schreibt die Bild-Zeitung – gemeint ist damit "Schumi-Experte" Niki Lauda. Der dreifache Formel 1-Weltmeister, Fluglinienbesitzer, Autovermieter und Formel 1-TV-Kommentierer hat seinem Zungen-Herz nämlich einen Stoß gegeben und der Zeitung einen Ausblick auf die kommende Saison geliefert…

Demnach sei Michael Schumacher deshalb alljährlich im Winter zurückgezogen auf Urlaub in Norwegen, weil er "weiß, dass er geil auf Siege sein muss, wenn es wieder losgeht. Michael macht`s richtig…" Und: "Der Junge kriegt nie genug."

Der Junge wird aber laut Lauda in der vor uns liegenden Saison kein leichtes Spiel haben, denn: "Die anderen haben im neuen Jahr eine Riesen-Chance, Ferrari zu packen. Weil ihnen die neuen Regeln mit etwas Glück in die Karten spielen." Vor allem die neue Reifenregel, wonach der Pneu ein Rennen lang zu halten hat, könnte für Michelin ein Vorteil sein, vermutet Lauda - da "sie durch Williams, McLaren, Renault etc. mehr Daten zur Verfügung haben. Bridgestone hat ja nur noch Ferrari."

Einen Rüffel erteilt Lauda dem Toyota-Team, das gestern den neuen Boliden vorgestellt hat: "Was Toyota in den letzten Jahren gezeigt hat, war alles andere als überzeugend. Bei den Möglichkeiten muss einfach mehr kommen." Und daher habe er auch seine Zweifel, ob Ralf Schumacher bei Toyota sein Glück finden werde…

Das würde auch für David Coulthard bei Red Bull Racing gelten: "Ich bezweifle, dass es ihm Spaß macht, nur noch aus den letzten Startreihen zu starten. Viel mehr ist für ihn bei Red Bull aber nicht drin."

Zu dem neuen Williams-Piloten Nick Heidfeld sagt Niki Lauda: "Er ist sauschnell. Sein Problem ist, dass er sich immer unter Wert verkauft!" Und daher rät Lauda dem Mönchengladbacher: "Der Bursche muss jetzt mal langsam den Mund aufmachen. Wenn BMW ihm das richtige Auto hinstellt, dann wird dieser Heidfeld Deutschlands neue Nummer zwei."