Auch wenn die Saison 2004 den spannenden WM-Dreikampf von 2003 glatt übersprungen hat und direkt an der roten Dominanz des Jahres 2002 ansetzte, herrscht vor dem Jahreswechsel zu einem hoffentlich packenderen F1-Jahr 2005 eine Art Aufbruchsstimmung in der Formel 1 Welt.
Den Anfang hierzu machte der britische Jungstar Jenson Button, der in dieser Woche seine bereits vor einigen Monaten getätigten Aussagen über einen keinesfalls unbezwingbaren Michael Schumacher wiederholte. Der Sun verriet Jenson deswegen: "Michael ist keinesfalls auf einem anderen Level. Wenn Kimi und Juan Pablo sagen, dass er der Mann ist den es zu schlagen gilt, dann haben sie Recht. Aber wenn sie in der gleichen Situation wie Michael wären, dann würden auch sie immer gewinnen."
Nicht unschlagbar. JB betont damit also wieder einmal das perfekte Umfeld welches die Scuderia Ferrari ihrem Vorzeigeangestellten bietet. Ein perfekt abgestimmtes und arbeitendes Team sowie einen beinahe unschlagbaren Wagen. Doch Button weiß: "Auch Michael ist nicht unschlagbar. Seine Position gibt ihm sein Selbstvertrauen und er kann sich ausruhen. Er ist niemals am Limit."
Im kommenden Jahr soll sich dies allerdings ändern. Und zwar nicht nur durch die selbsternannten Titelanwärter von vor dieser Saison, McLaren Mercedes und BMW-Williams, sondern auch durch British American Racing sowie Renault. Und auch bei den Franzosen wiederholte Teamboss Flavio Briatore einige alt bekannte Ankündigungen.
Werden um den Titel kämpfen. "Wir werden in jedem Rennen konkurrenzfähig sein", prophezeite Briatore erneut einen weiteren Leistungssprung bei seiner Truppe. "Wir werden um den Titel kämpfen."
Ob sie ihn am Ende auch gewinnen werden, steht jedoch auf einem anderen Datenblatt. Laut Ex-Williams-Weltmeister Alan Jones steht es sogar auf gar keinem. Denn der Champion des Jahres 1980 sieht Michael Schumacher auch im neuen Jahr dominieren.
Der Beste seit Senna. "Michael ist der beste Fahrer seit Ayrton Senna gestorben ist", erklärte der Australier im Autosport Magazine. "Es gibt einige Fahrer, die ihn herausfordern könnten, aber sie sind derzeit keine Gegner für ihn, da keines ihrer Teams so gut arbeitet wie Ferrari. Deshalb gibt es für Michael keine Konkurrenz außerhalb des Teams", beschreibt Jones jene rote Situation, die auch Jenson Button erwähnte.
"Ich hasse es, dass es für ihn so einfach ist. Er sitzt im besten Auto und der andere [Teamkollege Rubens Barrichello, d. Red] darf ihn nicht schlagen, wenn er einmal dran sein sollte."
Kein Gedanke an Rücktritt. Aus diesem Grund sieht Jones den Deutschen "nicht verlieren" bis er "zurücktritt". Doch ein solcher Rücktritt liegt laut dem siebenfachen Champion noch lange nicht in Sichtweite. "Ich weiß nicht, warum darüber ständig spekuliert wird - wo ich doch eigentlich bei jeder sich bietenden Gelegenheit betone, wie viel Spaß und Freude ich bei meinem Sport habe und wie gut ich mich dabei fühle", erklärte Schumacher unlängst über die chronischen Rücktrittsgerüchte. "Ans Aufhören denke ich bestimmt nicht."
Sein langjähriger Wegbegleiter und wichtiger Teil seines Ferrari-Umfeldes Ross Brawn denkt unterdessen sogar an weitere Erfolge. "Michael ist ein unglaublicher Mensch und ein unglaublicher Fahrer", verriet Brawn der britischen Presse. "Was er erreicht hat, wird niemals wieder erreicht werden, aber wenn er die nächsten beiden Titel holen sollte, dann wäre es das Tüpfelchen auf dem i auch noch den zehnten Titel perfekt zu machen."



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