Als FIA-Präsident Max Mosley sein neues Motorenreglement für die Saison 2006 vorstellte, waren BMW, Honda und Mercedes alles andere als amused. Denn 2,4 Liter V8-Triebwerke entsprechen nicht den Vorstellungen der drei genannten Automobilhersteller.

Dennoch zogen die drei Konzerne in der vergangenen Woche ihre Arbitration-Absichten gegen die FIA – trotz aussichtsreicher Chancen – aufgrund der zusätzlichen Kostenbelastung durch eine teure Parallelentwicklung zurück. Böse Zungen behaupten, dass dies ein Zustand ist welcher der Scuderia Ferrari wieder einmal prächtig in die roten Karten spielt.

Ferrari schon lange aktiv. So sollen die Italiener angeblich schon seit anderthalb Jahren an einem V8-Aggregat basteln – also schon sehr viel länger als die Mosley’sche Ankündigung her ist. "Ferrari selbst hat bereits im September gesagt, dass man schon eine Menge Arbeit in den V8 gesteckt hat", erklärte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen zu diesem Thema. "Zu diesem Zeitpunkt haben wir uns gemäß dem gültigen Reglement noch voll auf den V10 konzentriert."

Unterstellungen in Richtung Maranello kann und möchte Theissen allerdings nicht machen. "Dies kann ich leider nicht kommentieren", sagte er den Kollegen der Motorsport aktuell. "Auf dem Gebiet bin ich einfach kein Experte."

Bald erster V8-Test. Ferrari-Teammanager Stefano Domenicali ist es hingegen schon und dieser verrät: "Unser 2,4-Liter V8 läuft schon eine Weile auf dem Prüfstand und wird bald sein Testdebüt im Auto in Fiorano geben."