Das Reifenthema hält die F1 weiterhin in ihrem Bann. Geht es nach Christian Horner und Gerard Lopez, dann herrscht in der Formel 1 lediglich darüber Einigkeit, dass Uneinigkeit herrscht. "Man kann es nicht allen Recht machen. Das ist das fundamentale Problem", betonte Horner. Davon ist auch Lotus-Teambesitzer Gerard Lopez überzeugt. "Es ist egal, um was es geht - Reifen, Motoren, etc. - man wird in der F1 nur sehr schwer einen Konsens finden. Jeder ist auf seinen Vorteil aus", meinte Lopez.
Somit würden die kritischen Stimmen auch nicht verstummen, wenn Pirelli künftig ein anderes Testauto als den Renault R30 einsetzen würde. "Als wir damals unser Angebot gemacht haben, waren wir nicht so konkurrenzfähig wie heute und deshalb stimmten vermutlich alle zu. Und jetzt glaubt jeder, dass das Testauto der Grund ist, warum wir so gut mit den Reifen umgehen. Dabei kann man den R30 und den E21 in keiner Weise miteinander vergleichen", betonte Lopez. Für Horner könne man das Problem nur aus der Welt schaffen, indem man wieder Testfahrten einführen würde.
Franz Tost schlägt hingegen vor, die erste Freitagssession künftig für Reifentests zu nutzen. "Ich finde, wir sollten die erste Session oder zumindest die ersten 30 Minuten dafür nutzen, um neue Reifen zu testen, anstatt einfach nur blöd herumzusitzen. Damit würden die Fans auf den Tribünen auch Autos zu sehen bekommen", erklärte der Österreicher. Robert Fernley würde die Idee ausbauen und am Freitag nicht nur Reifen testen, sondern auch junge Talente. Doch Lopez sieht darin erneut Konfliktpotenzial. "Es wird wieder Teams geben, die zustimmen und Teams, die es nicht tun. So war es in der F1 immer sein", so der Lotus-Teambesitzer.



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