Formel 1 / Hintergrund

Unterwegs in Katalonien - Barcelona: Stadt der Träume

Abseits der Rennstrecke lädt Barcelona zum Träumen ein. Motorsport-Magazin.com blickt hinter die kunstvollen Kulissen der beeindruckenden Hafenstadt.
von Inga Stracke

Motorsport-Magazin.com - Hallo liebe Formel 1 Fans!

Viva l´Espagna, Hola Barcelona!! Ein wunderschönes Land und Barcelona eine traumhafte Stadt! In den ersten Jahren habe ich mir regelmäßig den Montag nach dem Rennen frei genommen und bin zu Fuß mit Stadtführer so richtig tourimäßig durch Barcelona gewandert. Ich mag diese Stadt mit der faszinierenden Architektur von Gaudi, der es tatsächlich immer wieder vermieden hat, Ecken zu bauen. Traumhaft: der Parc Güell, die lebhafte Stimmung in den Ramblas und die absolut unglaubliche "Sagrada Familia": Die Kirche, für die Gaudi den Auftrag 1883 übernommen hatte und an der er bis zu seinem Tod 1926 gearbeitet hat, ist noch immer unvollendet. Das vordere Portal mit seinen quadratischen Figuren wirkt wie vom anderen Stern. Jedes Jahr, wenn ich wieder nach Barcelona komme, sind wieder Teile hinzugebaut worden, doch fertig ist die "Sagrada" noch lange nicht.

Überall in der Stadt atmet Kunst. Fast überall liegt sie in der Luft. Nicht nur Gaudi, auch Miró und Picasso hatten in der katalanischen Stadt deutlichen Einfluss. Bewundernswert auch der Montjuic, zu dem früher die alte Formel 1 Strecke hinaufführte. Er wurde zur Weltausstellung 1929 umgebaut. Mir hat besonders das "Pueblo Espanyol", (deutsch: spanisches Dorf) gefallen, in dem jedes Haus eine andere Region der iberischen Halbinsel repräsentiert.

Barcelona - Stadt zum Träumen - Foto: Sutton

Traumhaft schön ist das gotische Viertel hinter der Kathedrale. Wer etwas erleben will, kann den Abend am olympischen Hafen beginnen. Hier locken zahlreiche Restaurants mit Meeresfrüchten aller Art. Dazwischen vollenden kleine Cafés und Bars mit temperamentvoller spanischer Musik das stimmungsvolle Bild. Schön und vor allem lebhaft auch der "Porto Olimpico", der olympische Hafen. Direkt am Meer neben einem überdimensionalen Fisch aus metallnen, in der Sonne goldig glänzenden Plättchen, reiht sich ein nettes Restaurant neben das andere. Abends dröhnt aus den verschiedenen kleinen Bars dazwischen laute Musik. Naja, unpassender Weise hat sich allerdings auch eine Pizza-Kette darunter gemischt. Dafür gibt's kein "Hut" ab...

Wer will auch schon italienische Leibspeisen in Spanien zu sich nehmen. Ich empfehle: Paella oder den traditionellen Schinken ("crudo"). Ein Genuss.

Klasse ist Barcelona auch zum Einkaufen. Auch hier ein Tipp: Wessen Geldbeutel nicht gerade überquillt, sollte von den (teuren) Hauptstraßen in die kleinen Seitengässchen gehen. Und wer sich normalerweise scheut, in fremden Städten Auto zu fahren, der wird in Barcelona kein Problem haben! Abgesehen von der Avenida Diagonal, die ihrem Namen nach diagonal durch die Stadt verläuft, ist das Zentrum in übersichtlichen Blöcken gebaut, die alle gleich groß sind. Also auch für chronisch desorientierte Erdenbürger durchaus einfach.

Barcelona - einfach besonders - Foto: Sutton

Wer etwas Besonderes genießen will, sollte im (Design-) Hotel Claris, in der Pau Claris 150, absteigen. Oder wenigstens vorbeischauen. Es lohnt sich. Das Hotel ist nicht nur ausgestattet mit Fitnesscenter, Sauna und Dachterrassenpool, sondern beherbergt auch noch eine der größten frühzeitlichen kolumbianischen Kunstsammlungen Spaniens. Die Bilder und Skulpturen zieren das Foyer und auch die Hotelzimmer und luxuriösen Suiten. Diese sind durchweg individuell ausgestattet, wunderschön und einfach etwas Besonderes. Übrigens: Die Teams wohnen meist im vergleichsweise unspektakulären Alpha Hotel nahe der Rennstrecke oder im Luxushotel Rej Juan Carlos in der City.

Nun ein bisschen Länderkunde: Barcelona liegt in Katalonien, in den vier spanischen Provinzen Girona, Barcelona, Lleida und Tarragona herrscht sogar offiziell Zweisprachigkeit: Spanisch und Katalanisch. Rund sechs Millionen Menschen sprechen Katalanisch. Barcelona ist die zweitgrößte Stadt Spaniens und zugleich der wichtigste Handelshafen des Landes.

Insgesamt nur acht spanische Piloten haben bis heute einen Heim Grand Prix bestritten: Paco Godia (1951, 54), Alex Soler Roig (1971, 72), Emilio de Villota (1976-78), Adrian Campos (1987) und Luiz Perez Sala (1988-89). 1999 debütierten Mark Gene und Pedro de la Rosa, 2001 fuhr Fernando Alonso für Minardi hier sein erstes Heimrennen.

Eure Inga Stracke


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