Kein Platz mehr für Heikki Kovalainen? Der Finne hat eingeräumt, dass er seinen Sitz bei Caterham eventuell am Ende der Saison abgeben muss. Kovalainen genießt beim Renstall von Tony Fernandes zwar ein hohes Ansehen, wegen zu erwartender finanzieller Einbußen könnte der malaysische Rennstall allerdings gezwungen sein, auf einen Paydriver zu setzen. Sollte Caterham die lukrativ bezahlte Konstrukteurswertung hinter Marussia auf Platz elf abschließen, würde das einen deutlichen Rückgang der Einnahmen aus dem Concorde-Agreement bedeuten.

Ziel sei es deshalb, sich noch vor dem russischen Konkurrenten zu platzieren, stellte Kovalainen am Rande des Großen Preis von Indien klar. "Für unser Team ist es sehr wichtig, den zehnten Platz zurückzugewinnen. Darauf liegt unser ganzer Fokus, über meine Zukunft haben wir noch keine Entscheidung getroffen." Der 31-Jährige räumte allerdings ein, dass er sein Steuer noch keinesfalls sicher habe. "Tony weiß, was er an mir hat. Aber im Moment wägt er noch andere Optionen ab", sagte er. "Mein Management sieht sich ebenfalls um."

Offenbar will der Caterham-Boss noch die Entwicklung in den nächsten Rennen abwarten. Sollte es wegen dem Verlust der Concorde-Einnahmen Probleme mit dem Budget geben, wäre es für das Team eine denkbare Alternative, den finnischen Routinier durch einen Fahrer zu ersetzen, der Sponsorengelder mitbringt. Offenbar gelten Ersatzfahrer Giedo van der Garde und Marussia-Pilot Charles Pic als aussichtsreiche Kandidaten. Kovalainen hingegen kann nur seine fahrerische Klasse in die Waagschale werfen. "Tony muss entscheiden, ob er zwei Fahrer will, die das Budget aufbessern, oder ob er mich behalten will. Geld bringe ich nicht mit."