Bruno Senna war nach dem Freitagstraining in Shanghai trotz auf dem Papier recht großer Zeitrückstände nicht sonderlich beunruhigt: "Gerade, was die Zeit auf eine schnelle Runde angeht, fehlt mir natürlich das erste Training, vor allem wenn wie auch heute anfangs die Balance nicht passt." Das Problem liegt vor allem darin, dass Valtteri Bottas etwas andere Setup-Vorstellungen hat als Senna, "aber weil ich das ganze Jahr mit dieser Situation leben muss, müssen wir einfach versuchen, dass wir das unter uns im Laufe der Zeit noch besser aufeinander abstimmen."

Mit dem ersten Satz Reifen stimmte für den Brasilianer "das Set-up noch überhaupt nicht, beim ersten Versuch mit dem zweiten auch noch nicht richtig. Ich bin dann meine beste Runde beim zweiten Versuch mit dem zweiten Satz gefahren, das ist ja schon ziemlich ungewöhnlich und allein daran zeigt sich ja, dass da noch einiges drin ist."

Erst noch die Strecke lernen

Im ersten Training musste Senna zuschauen, Foto: Sutton
Im ersten Training musste Senna zuschauen, Foto: Sutton

Insgesamt sei der Abstand nach ganz vorne zumindest auf eine Runde vielleicht ein bisschen größer, als man für Shanghai erwartet habe, "ich musste auch die Strecke erst mal wieder richtig lernen, aber ich denke, es steckt auch noch einiges im Auto drin, wir können da bis morgen noch einiges machen, nicht nur in den Kurven, sondern auch in Sachen Top-Speed auf der Geraden." Die Rundenzeiten über die Longruns sahen allerdings wieder einmal nicht so schlecht aus, und im Rennen werde es sowieso auch wieder ganz entscheidend auf das Reifenmanagement ankommen.

"Die kühlen, feuchten Bedingungen machen den hier ohnehin schwierigen Umgang mit den Reifen nicht gerade einfacher, weil so die Vorderreifen im Vergleich zu den Hinterreifen noch schlechter auf Temperatur kommen..."