Die Plätze acht (Alonso) und zwölf (Massa) sind für ein Team wie Ferrari kein Grund zur Freude. Doch in Anbetracht der Umstände bemüht Teamchef Stefano Domenicali die optimistische Version des berühmten halb gefüllten Glases: "Wir sollten dieses Resultat als ein halbvolles Glas ansehen." Natürlich würde er genau wie die Ferrari-Fans die Fahrer im Kampf um die Pole Position sehen, gibt er zu, aber momentan sei das Potenzial dafür nicht vorhanden.

"Wiedermal hat Fernando einen großartigen Job gemacht und es ist schade, dass er ein KERS-Problem hatte, das erste seit langer Zeit", nimmt der Italiener Alonso in Schutz und freut sich auch für den strauchelnden Felipe Massa: "Er hat einen Schritt in die richtige Richtung gemacht: Endlich hatte er ein Auto, das gut ausbalanciert war und das konnte man auch auf der Uhr sehen." Das Rennen werde für Fahrer und Teams sehr schwer werden, weil die Bedingungen einmalig seien.

Technikdirektor Pat Fry ergänzt: "Wir erwarten ein schwieriges Rennen. Unser Ziel ist es, beide Autos in die Punkte zu bekommen." Dabei werde die Strategie eine wichtige Rolle spielen, da der Reifenverschleiß sehr hoch sei. Aber auch der Start sei sehr wichtig. Und wie alle geht auch bei Ferrari der Blick auf das Regenradar: "Bislang hatte der Regen nur einen kurzen Auftritt im dritten freien Training, aber wir sind uns im Klaren darüber, dass jederzeit ein Sturm aufziehen kann."