"Es ist ein fantastisches Gefühl wieder zurück zu sein. Ich bin sehr glücklich und auch sehr stolz hier zu sein", freute sich ein gut aufgelegter Romain Grosjean nach den Freitagstrainings im Albert Park zu Melbourne. Der Franzose in Lotus-Diensten hatte in der ersten Session am Freitag den 16. Rang belegt. Am Nachmittag steigerte sich der amtierende GP2-Champ auf den 14. Platz. Insgesamt legte er dabei 27 Runden zurück. Trotz des mäßigen Auftakts war er von seiner Rückkehr in die Königsklasse aber begeistert.
Bereits Ende 2009 hatte Grosjean einige Rennen für sein jetziges Team bestritten. Dieses Mal hofft er auf einen längeren Verbleib als noch vor zwei Jahren. "Es ist ein gutes Abenteuer, das nun beginnt und ich hoffe es wird ein langes und obendrein noch erfolgreiches Abenteuer", lachte der Lotus-Pilot. Sportlich stehe ihm in jedem Fall besseres Material zur Verfügung als in der Vergangenheit. "Das Auto fühlt sich wirklich gut an und ich denke, wir arbeiten in die richtige Richtung. In erster Linie freue ich mich jetzt auf morgen und auf einen hoffentlich trockenen Tag, um noch ein paar Runden mehr auf die Strecke zu zaubern und diese auch besser kennenzulernen und dann geht es auch schon ins Qualifying", meinte Grosjean.
Räikkönen spricht ein wenig
"Da kommt es dann schon richtig drauf an, denn im Zeittraining zählt wirklich jede einzelne Runde", wusste der 25-Jährige, der allerdings auch die Zeit bis zur Zeitenjagd noch sinnvoll nützen wollte. "Die dritte Trainingssitzung wird mit Sicherheit auch sehr wichtig. Wir werden versuchen uns weiter zu verbessern und unser Bestes zu geben", so Grosjean, der anfügte: "Auch werden wir probieren, das Auto noch ein wenig weiter zu entwickeln und es dann perfekt für die Qualifikation abzustimmen. Und dann greifen wir an!" Sein Wiedereinstieg im Team sei ihm bislang natürlich viel einfacher gefallen als noch das Debüt vor zwei Jahren. Obwohl viele Gesichter noch dieselben seien, stellte Grosjean fest: "Die Atmosphäre hat sich intern schon verändert."
"Das Team hat mich großartig aufgenommen und ich bin sehr glücklich jetzt hier zu sein. Ich denke, unsere Beziehung ist nun schon recht stark, denn ich habe im Januar und Februar auch viel Zeit in Enstone verbracht. Wir sind schon auf dem richtigen Weg", lobte der Franzose. Auf dem richtigen Weg sei auch sein Verhältnis zu Stallkollege Kimi Räikkönen. An der Kommunikation im Team hapere es jedenfalls nicht. "Er redet schon ein wenig. Unsere Beziehung ist gut, denn wir haben ja auch das gleiche Ziel: Wir wollen versuchen, das Auto weiterzuentwickeln und im Feld so weit wie möglich nach vorne zu kommen", meinte Grosjean. "Solange das unsere gemeinsame Aufgabe ist, läuft sowieso alles gut. Das Auto schätzen wir auch beide gleich ein und bislang sind wir damit ziemlich zufrieden, also halten wir die Daumen gedrückt."

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