Nach drei Testtagen in Jerez gibt Ferrari offen zu, dass noch nicht alle Fragezeichen ausgeräumt sind. Laut Technikdirektor Pat Fry gäbe es beim F2012 noch einen großen Spielraum für Verbesserungen, dennoch verfällt keiner bei Ferrari in Panik. "Wir haben bereits gesagt, dass wir nicht auf die Stoppuhr schauen. Es geht bei unserer Arbeit darum Fortschritte zu erzielen und nicht um Rundenzeiten", erklärte Luca Colajanni gegenüber Sky Sports News.

An dieser Herangehensweise habe sich auch nichts durch die Bestzeit von Fernando Alonso am Freitagvormittag geändert. "Ich bin lange genug in dem Geschäft, um zu wissen, dass es nichts wert ist, wenn man bei den Tests Erster ist. Bei den Tests gibt es keine Punkte oder Poles zu holen. Letztes Jahr war Barrichello bei den Tests Schnellster, am Ende holte Williams nur vier Punkte in 19 Rennen", stellte Colajanni klar. Für Ferrari gäbe es ungeachtet der Rundenzeiten noch viel zu tun.

"Wir sind überzeugt, dass in dem Auto eine Menge Potenzial steckt. Das Konzept des Autos ist neu, es geht also in den vier Testtagen vorwiegend um das Feintuning", sagte Colajanni. Das würde auch die Vermutungen vieler Experten bestätigen, die Ferrari noch nicht abgeschrieben haben. Sie gehen davon aus, dass man in Barcelona ein klareres Bild erkennen wird, vor allem da Jerez nicht als beste Strecke für das Erarbeiten eines Setups gilt. "Ab Barcelona wird die Performance im Fokus stehen, aber endgültig kommt es erst in Australien beim Saisonauftakt darauf an", meinte Colajanni.