Beim Heimspiel in Indien holte Adrian Sutil als Neunter zuletzt zwei Punkte für Force India. Um den Abstand zu den Verfolgern Sauber und Toro Rosso in der Konstrukteursweltmeisterschaft weiter zu vergrößern, peilt das Team auf dem Yas Marina Circuit erneut WM-Zähler an. "Es fühlte sich wirklich gut an und ich denke, das war das Maximum für uns", erklärte Sutil mit Blick auf seine Fahrt in Indien. "Ich habe zwar gegen einen Toro Rosso verloren, weil sie an diesem Tag echt schnell waren, aber ich war insgesamt mit der Balance meines Autos zufriedener, als noch zuletzt in Korea."
"Es ist also klar, dass wir mit dem Auto einen kleinen Schritt gemacht haben", schlussfolgerte der Deutsche. Für das Rennen in Abu Dhabi stünden die Vorzeichen daher nicht so schlecht. "Wir hatten dort letztes Jahr zwar einen schwierigen Grand Prix, aber ich denke, dieses Jahr sollte es viel besser werden", hoffte Sutil. "Es gibt lange Geraden und Haarnadelkurven - auf dieser Strecke zählt die Leistung in langsamen Kurven", verriet der Force-India-Pilot, der daher meinte: "Das sollte unserem Auto liegen - ich denke also, dass alles in Ordnung sein wird."
Kein komplettes Neuland für Rookie Di Resta

Teamkollege Paul Di Resta hat auf dem Yas Marina Circuit noch kein Rennen bestritten. Ganz unerfahren ist aber auch er auf der Wüstenstrecke nicht. "Ich habe beim Nachwuchsfahrertest dort einen halben Tag bestritten und letztes Jahr auch einen ganzen Testtag für Pirelli. Ich habe die Kursführung also verinnerlicht und ein Gefühl für die Geschwindigkeiten bekommen", sagte der Schotte im Vorfeld des Rennens und verriet, dass zudem noch ein halber Tag im Simulator geplant sei, um wieder auf Touren zu kommen. Dass es beim letzten Lauf in Indien nicht für Punkte gereicht habe, sei weniger dem Auto, als mehr der Taktik des Team geschuldet gewesen.
"Wir wussten schon davor, dass wir es in puncto Strategie sehr aggressiv angegangen sind", gab Di Resta zu. Am Ende zahlte sich das nicht aus. Für die Zukunft sei das jedoch kein Grund zur Beunruhigung. "Der Speed im Rennen war gut und insgesamt zählt nur unsere Position in der Gesamtwertung der Konstrukteure - dort hat Adrian die Punkte geholt und das war wichtig", fand der Ex-DTM-Champ. "Wir haben schon vor langer Zeit gesagt, dass der Kampf um den sechsten Platz bis zum Ende spannend bleiben wird und daher müssen wir in den beiden nächsten Rennen weiter abliefern."
Blick geht auch auf die Konkurenz
Die Strecke in Abu Dhabi sei sehr technisch. "Es gibt viele enge, langsame Ecken und man muss mit dem Auto sehr präzise sein. Es gibt nur wenige richtig schnelle Passagen - mit Ausnahme der Kurvenkombination nach der ersten Kurve", so Di Resta, der meinte: "Es gibt definitiv einige Gemeinsamkeiten mit Singapur - das ist natürlich ein Grund, optimistisch zu sein, denn das schien unserem Paket zu liegen. Zuerst einmal müssen wir aber abwarten, wie sich die Teams um uns herum so verhalten."
Teamchef Vijay Mallya forderte von seinen Mannen vorab vollste Konzentration auf den Schlussspurt. "Der Wettbewerb in der Formel 1 wird mit jedem Tag, der verstreicht, immer größer. Toro Rosso hat seit Japan eindeutig einen großen Schritt gemacht. Aber das haben wir mit den neuen Teilen in Indien auch", so der Force-India-Boss. "Man weiß nie wie es ausgeht, bevor die Saison zu Ende ist und nun sind nur noch zwei Rennen zu fahren. Letztes Jahr haben wir schmerzvoll erfahren müssen, wie es gehen kann, als Williams uns um einen Punkt geschlagen hat. Es ist also nie vorbei, bis es vorbei ist", so Mallya, der anfügte: "Wir hoffen, dass es in Abu Dhabi gut läuft - vor allem weil der Kurs dem Auto liegen sollte."

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