Jaime Alguersuari hat das dritte Segment des Qualifyings nur um sechs Hundertstelsekunden verpasst und startet von Position elf in den Großen Preis von Korea. Zwar musste der Toro-Rosso-Pilot den beiden Rivalen von Force India den Vortritt und damit die Plätze vor ihm in der Startaufstellung überlassen, doch zumindest Kamui Kobayashi und Sergio Perez konnte er hinter sich halten. "Ich erwarte mir eine Menge im Rennen, in dem wir hoffentlich genügend Punkte einfahren, um die Lücke zu Sauber zu schließen, die hinter uns starten", ist Alguersuari mit seiner Qualifying-Performance zufrieden.
Der Spanier gibt an, das neue Upgrade-Paket für den STR06 nun besser zu verstehen als noch bei der Einführung in Suzuka - ein weiterer Punkt, der ihn neben verheißungsvollen Longruns am Samstagmorgen optimistisch stimmt. Dabei hatte der Tag vor dem 16. Rennen der Saison nicht gerade nach Maß begonnen: Alguersuari holte sich im abschließenden Training eine Schelte von Sebastian Vettel ab, nachdem sich der Weltmeister bei einem Run vom STR-Piloten behindert fühlte. Vettel gestikulierte wild aus seinem Auto heraus in Alguersuaris Richtung.
Red Bull muss Verständnis haben
Alguersuari ist sich allerdings keiner Schuld bewusst. "Für mich ist klar, was passierte: Ich fuhr einen Longrun, er war auf einer schnellen Runde, also ließ ich ihn vorbei", erklärt er. "Dann machte er einen Fehler und war hinter mir, holte mich aber wieder ein. Da ich ihn bereits einmal überholen ließ, pushte ich bei meinem Longrun eine weitere Runde." Alguersuari ist sich zwar bewusst, dass es für Vettel angenehmer gewesen wäre, wenn er erneut Platz gemacht hätte, doch auch er selbst müsse seine Arbeit erledigen. "Es tut mir leid, aber sie müssen auch meinen Standpunkt verstehen", so Alguersuari.
Teamkollege Sebastien Buemi hatte zwar keine Zwischenfälle, muss sich allerdings mit Startplatz 13 begnügen. "Ich bin recht glücklich mit meiner Leistung im heutigen Qualifying, obwohl P13 nicht dort ist, wo wir stehen wollen", so der Schweizer. "Ich bin mir sicher, dass ich ein bisschen besser hätte abschneiden können, aber für morgen sieht es trotzdem gut aus." Dabei spielt auch er auf die starken Longruns des Toro-Rosso-Teams im Training an.



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