Michael Schumacher sicherte sich an einem besonderen Tag in Japan den siebten Startplatz. Denn auf den Tag genau vor elf Jahren feierte er in Suzuka seinen ersten WM-Titel mit Ferrari. Damit setzte er den Trend der guten Leistungen fort, obwohl er, wie in den vergangenen Qualifyings, in Q3 keine gezeitete Runde mehr fuhr. "Ich bin zufrieden. Wir haben schon das ganze Wochenende gut gearbeitet", freute sich der achtfache Japan-Polesetter. "Das ist auf jeden Fall eine gute Voraussetzung für Punkte."
Zudem freute sich der Deutsche über die bessere Seite, auch wenn er den Unterschied als nicht so groß erachtet. "Deswegen sind wir am Schluss noch einmal raus, weil wir sicher sein wollten, dass wir vor den drei sind, die sowieso langsamer sein sollten als wir", erklärte der Mercedes-Pilot in Hinblick auf Bruno Senna, Vitaly Petrov und Kamui Kobayashi.
Reifenvorteil
Wenngleich er nun im Vergleich zu diesen drei Piloten einen Satz Reifen weniger hat, sieht er einen Vorteil zu den Fahrern vorne. "Die langsamen Runden haben ihnen nicht geschadet. Im Gegensatz zur Konkurrenz haben wir frischere Reifen, da sie gleich zwei Mal frische Reifen benutzt haben".
Suzuka ist aber nicht das erste Mal 2011, dass es für den Mercedes-Piloten gut lief, wofür Schumacher eine Erklärung parat hatte. "Wir haben seit drei Rennen einen guten Trend, denn wir haben etwas geändert, das hat sich ausgezahlt", erklärte er, ohne Details aufzuzeigen. "Seitdem läuft es wesentlich besser für mich, denn ich kann das Auto mehr nutzen, um 100 Prozent herauszuquetschen."
Weiche Reifen am Limit

Schumacher musste selbst zugeben, dass es zwar sein Ziel ist, nach vorne zu fahren, dass sich das aber schwierig gestalten könnte. Dennoch war er optimistisch. "Die Starts laufen gut bei uns. In der ersten Runde wird es Verkehr geben und wir müssen auf Durcheinander hoffen", schilderte der sechsfache Japan-Sieger. Zudem könnten seiner Meinung nach auch die Pirellis für Spannung sorgen: "Die weichere Mischung ist ziemlich am Limit. Es wird interessant, wie lange sie hält."
Da Schumacher seinen Triumph von 2000 in diesem Jahr in Suzuka nicht wiederholen kann, wünschte er sich, dass wenigstens sein Landsmann Sebastian Vettel den WM-Titel feiern kann und lobte dessen Leitung. "Ansonsten drücke ich Sebastian die Daumen. Er hat am Ende eine super Runde herausgezaubert, da kann man ihm nur gratulieren", zeigte sich der Mercedes-Pilot beeindruckt von Polesetter Vettel.

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