Bei Virgin herrschte nach dem Freien Training Frust. "Auf einer Strecke wie Singapur hofft man stets, dass das Freie Training nach Plan läuft, damit die Fahrer und die Ingenieure genug Zeit haben, um das optimale Setup zu finden. Deshalb muss ich ehrlich zugeben, bin ich mehr als frustriert", gestand Teamchef John Booth.

Berührung mit Webber

Zwar konnte das Team mit beiden Fahrern wichtige Reifendaten mit viel Sprit sammeln, allerdings gelang ihnen kein Run mit wenig Sprit auf den supersoft Reifen. Timo Glock drehte sich in der ersten Session bereits nach nur zwei Minuten, konnte aber mit einem unbeschädigten Virgin weiter fahren. Weniger gut endete eine Aktion zur Halbzeit der Session für ihn. Mark Webber berührte den linken Hinterreifen des Virgin-Autos und beschädigte dabei sowohl sein Auto als auch das des Deutschen.

"Mein rechter Hinterreifen war nach der Berührung kaputt und damit war meine Session vorbei, denn wir wollten keinen weiteren Reifensatz verschwenden", erklärte Glock. Die zweite Session verlief für den Deutschen nicht viel besser. "Wir haben verschiedene Setups ausprobiert und die Richtung war nicht schlecht, aber auf dem Longrun haben wir immer noch Probleme mit den Hinterreifen", verriet der Virgin-Pilot. Teamkollege Jérôme D'Ambrosio war hingegen mit seinem Training ganz zufrieden.

"Die erste Session war okay. In der zweiten Session spulte ich eine Rennsimulation ab", erzählte der Virgin-Pilot. Lediglich auf seinem Run mit den supersoft Reifen kam er etwas zu weit auf den Kerb, wobei er sich den Frontflügel beschädigte. "Ich kam an die Box und man hat meinen Flügel repariert. Allerdings funktionierte der Unterboden danach nicht mehr optimal. Ich verlor dadurch definitiv an Performance", so D'Ambrosio. Bis zum Qualifying werde sich das Team diese Sache anschauen. "Ich bin sicher, es wird morgen ein interessantes Qualifying", meinte der Virgin-Pilot.