Jenson Button blickte nicht besonders optimistisch in die dunkle Nacht von Singapur. Nach einem Fahrfehler im Freien Training verpasste er viel Abstimmungszeit auf der Strecke, gleichzeitig war er vor allem mit den Reifen nicht zufrieden.

"Ich habe die Leitplanke gerade noch vermieden und dann ging der Rückwärtsgang plötzlich nicht mehr", klagte Button. Ob ein Getriebeproblem vorliegt, konnte er noch nicht sagen. "Ich bin heute nicht viel gefahren, aber wir haben einige gute Ideen für morgen. Wir hätten ohnehin nur noch eine Setup-Änderung gemacht, dann wären wir einen Short Run und einen Long Run gefahren."

Nach seinem Ausfall hatte Button viel Zeit, sich die anderen Autos von der Strecke anzusehen. "Sebastian [Vettel] und Red Bull sehen sehr schnell aus", verriet er. "Ferrari ist auf Long Runs ebenfalls sehr schnell." Im Trockenen erwartet er ein gutes Rennen seines Teams. "Im Regen wird es schwierig", glaubt er. "Es ist ein Straßenkurs mit vielen weißen Linien, die für ein F1-Auto gefährlich sein können. Der Gripunterschied ist enorm. Auch beim Flutlicht ist es mit dem Regen und der Gischt schwierig."

Sollte es erst am Sonntag regnen, würde sich Button sogar ein Extratraining wünschen. Das größte Problem im Trockenen sind in seinen Augen die Reifen. "Wenn ich mir die Zeiten ansehe, wird wohl jeder Reifenprobleme im Rennen bekommen", sagt er voraus. "Bereits nach drei Runden scheinen die Reifen zu überhitzen." Dabei stimmt ihm Nico Rosberg zu, der auf beiden Reifenmischungen Überhitzungsprobleme feststellte.

"Die Reifen sind vielleicht etwas zu weich für diese Strecke", glaubt Button. "Andererseits hat man auch nicht genügend Grip. Es wird für alle hart." Button möchte daraus das Beste machen. Den Grund für die inkonstanten Rundenzeiten bei viel und wenig Sprit sieht er im fehlenden Grip: "Die Autos rutschen sehr viel und überhitzen dadurch die Reifen."