Kamui Kobayashi musste nach dem Belgien Grand Prix betonen, dass der Unfall von Lewis Hamilton alleine die Schuld des Briten war, da er selbst einfach nur seine Linie gehalten hatte. Hamilton hatte den Japaner auf der Kemmel-Geraden überholt und Platz vier erobert, als es aber in Les Combes ging, war Kobayashis Sauber nach wie vor neben dem McLaren auf der Außenseite. Als der Brite nach außen ging, um in die Kurve hinein die Ideallinie zu haben, traf er den Sauber und wurde danach in die Absperrung geschleudert.
"Ich wusste, dass ich nicht gegen ihn kämpfen konnte, weil er viel schneller als ich war. Er überholte mich und nutzte DRS, was ich nicht tat. Ich nutzte KERS, aber wir fuhren nur sehr wenig Abtrieb und deswegen habe ich wieder aufgeholt. Am Ende der Geraden war ich auf der linken Seite und er in der Mitte der Strecke. Er kam rüber und wir hatten Kontakt", erzählte Kobayashi. Der Japaner meinte, durchaus überrascht gewesen zu sein, dass Hamilton das tat. Als einzige Chance, eine Kollision zu vermeiden, hätte Kobayashi ein Ausweichen auf die Wiese gesehen.
"Wenn man sich die Wiederholung ansieht, folgte ich immer der weißen Linie. Ich änderte meine Linie gar nicht. Ich weiß nicht, was ich hätte tun sollen. Sollte ich vielleicht mit ihm in den Kies? Er hätte einfach in der Mitte der Strecke bleiben sollen und nicht wieder rausfahren dürfen." Dass keine Strafe ausgesprochen wurde, fand Kobayashi aber richtig, da er ohne Schaden weiterfahren konnte und Hamilton durch seinen Ausfall ohnehin gestraft war. Nachdem er sich die Wiederholungen selbst ein paar Mal angesehen hatte, räumte auch Hamilton seine volle Schuld ein. "Nachdem ich die Wiederholung gesehen habe, sehe ich, dass es heute hundertprozentig mein Fehler war. Ich ließ Kobayashi nicht genug Platz, ich dachte, ich wäre vorbei", teilte Hamilton via Twitter mit.

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