Im Vierkampf an der Spitze des Qualifyings auf dem Nürburgring war Felipe Massa das fünfte Rad am Wagen. Denn er konnte nicht ganz vorne mitmischen und musste sich hinter Mark Webber, Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und Fernando Alonso einreihen. Dass er dabei in Kurve vier einen Fehler hatte und in den Kies rutschte, als er über den Kerb ging, sah er nicht aus ausschlaggebend. "Das kostete mich ein paar Zehntel. Es wäre vielleicht eine 30.6 geworden. Dadurch wäre ich näher dran gewesen, es hätte das Ergebnis aber nicht verändert", meinte der Brasilianer.

Nach seinen Beobachtungen war Red Bull im Qualifying stark wie üblich und McLaren stärker als zuletzt, weswegen er Verbesserungen am Auto im Vergleich zu Silverstone vermutete. "Wir müssen morgen schauen, ob es vom Qualifying zum Rennen besser geht und wir mitkämpfen können. Vielleicht kommt der Regen, also müssen wir dafür bereit sein."

Wärmer wäre besser

Sollte es trocken bleiben, dann erwartete Massa zwischen zwei und drei Boxenstopps. Er sah das Problem darin, dass der Unterschied zwischen weichen und mittleren Reifen recht groß ist und es daher ein großer Nachteil wäre, zu früh auf die mittleren Gummis zu wechseln, auch wenn sie lange halten. Ein anderes Thema, das ihn beschäftigte, waren die Temperaturen. Der Ferrari-Pilot war überzeugt, wäre es zehn Grad wärmer auf dem Nürburgring, dann würde das seinem Team sehr helfen.

"Damit hätten wir schon guten Grip auf der ersten Runde. Diese Strecke liefert nicht so starken Reifenabbau und wir haben mit dem Medium-Reifen Probleme, weil er zu hart ist. Wären die Temperaturen morgen höher, wäre es auch für die weichen Reifen besser. Momentan sind sie am Limit. Man muss viel für das Warm-Up [der Reifen] investieren. Zehn Grad wärmer wäre viel besser. Ich denke, momentan könnten wir hier mit den Supersofts fahren", sagte Massa.