Die Idee der FIA die F1-Cockpits eventuell mit "Dächern" wie bei Kampfjets zu versehen, um damit die Fahrer zu schützen, war auch auf dem Nürburgring Gesprächsthema Nummer 1. "Wir haben darüber schon in mehreren Meetings der Technischen Arbeitsgruppe gesprochen", verriet James Allison. Nicht erst seit dem Horrorunfall von Felipe Massa in Ungarn denkt man darüber nach wie man die Köpfe der Fahrer besser schützen kann.
Offenes Cockpit oder doch geschlossen?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die momentan besprochen werden. Zum einen besteht die Variante, das Cockpit völlig zu schließen, zum anderen schwebt die Variante eines Visiers im Raum. Der Kopf des Fahrers wäre immer noch frei, allerdings würde ein Visier seine vordere Seite schützen. Die dritte Variante beinhaltet eine Art Überrollbügel, der die Piloten vor größeren Gegenständen schützen soll.
"All diese Varianten werden im Moment besprochen. Es gibt noch sehr viele offene Fragen, die beantwortet werden müssen, bevor wir eine Variante in die Tat umsetzen können", erklärte Allison. Ginge es nach den Teams würde das Cockpit komplett überdacht werden, denn das hätte auch positive Auswirkungen auf die Aerodynamik. "Es wäre sicherlich leichter den Luftfluss rund um ein geschlossenes Dach zu lenken als um ein offenes. Aber es gibt noch andere Dinge, die zur Diskussion stehen, zum Beispiel welche Auswirkungen die Sache bei einem Unfall hätte oder wie man das Dach sauber halten soll für den Fall, dass ein Fahrer Öl oder ähnliches drauf bekommt", so Allison.
Alle Lösungen hätten Vor- und Nachteile. "Deshalb ist es entscheidend gründlich nachzuforschen und die beste Lösung zu finden", sagte Allison. Sobald eine Lösung gefunden ist, sollten nach Ansicht von Norbert Haug alle anderen Rennserien nachziehen. "Wenn es für die F1 Sinn macht, dann auch für die anderen Formel-Rennserien. Allerdings müssen wir vorher die Idee gründlich durchdenken", meinte der Mercedes-Motorsportchef.



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