Für die Truppe von Toro Rosso war der Großbritannien-GP vom Start weg kein einfaches Rennen. "In den ersten Runden habe ich mich nur darauf konzentriert, auf der Strecke zu bleiben. Es war sehr rutschig und ich wollte keine Fehler machen und ins Ziel kommen", erklärte Jaime Alguersuari nach dem Rennen. "Ich war auf den meisten Teilen des Kurses definitiv schneller als Heidfeld und Schumacher und so war es auch schon in Valencia. Aber davon konnte ich nicht profitieren, weil ich dann immer auf der Geraden zurückfiel", erklärte der Spanier seine Schwierigkeiten.
"Ich weiß nicht, woran das Problem lag - vielleicht sind wir mit ein bisschen mehr Abtrieb gefahren. Trotzdem bin ich aber für das Team zufrieden. Ich danke ihnen für ihre gute Arbeit und von Startplatz 18 aus wieder in die Punkte zu kommen, ist ein gutes Ergebnis", meinte der Toro-Rosso-Pilot. Weniger erfreulich war der Auftritt in Silverstone für seinen Teamkollegen Sebastien Buemi, der sich bei einer Kollision mit Paul di Resta den Reifen beschädigte und daraufhin aufgeben musste.
Kollision mit Di Resta war das Ende
"Ich bin etwas enttäuscht, denn ich glaube, dass wir heute einige Punkte hätten holen können. Meine Geschwindigkeit war in jedem Fall gut", meinte der Eidgenosse. "Ich würde mir gerne einmal die TV-Bilder von der Aktion mit Di Resta ansehen, um zu verstehen, was genau passiert ist. Vom Cockpit aus gesehen, war ich auf der trockenen Linie. Er hat versucht innen anzugreifen, wo die Streckenoberfläche noch feucht war", ärgerte sich der Toro-Rosso-Fahrer, der mutmaßte: "Daher konnte er nicht so hart bremsen wie sonst und dann habe ich einen Einschlag gespürt."
"Er hat dabei meinen linken Hinterreifen berührt. Aber das ist Rennsport - am besten vergessen wir das einfach und fangen an, über das nächste Rennen am Nürburgring nachzudenken", meinte Buemi. Teamchef Franz Tost sah die Angelegenheit nicht ganz so gelassen. "Die Kollision war eindeutig die Schuld des Force-India-Fahrers. Sebastian musste danach leider am Streckenrand aufgeben, weil der Reifen beschädigt war", so der Österreicher. Positiv sei aber der Trend, der beim STR 6 zu beobachten sei. "Im Rennen haben wir einige hervorragende Rundenzeiten hingelegt", freute sich Tost, der anfügte: "Insgesamt waren wir heute Nachmittag doch ganz konkurrenzfähig."

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