McLaren rechnet sich für das siebte Rennen der Saison wieder einmal einiges aus. Das Ziel ist glasklar: Sebastian Vettel schlagen. "Viele Leute würden bestimmt gerne mal einen anderen Sieger sehen", scherzte Jenson Button am Rande des Kanada GP. "Wir tun unser Bestes, um Sebastian aufzuhalten." Dass McLaren in Montreal eine Macht ist, bewiesen die Briten in der vergangenen Saison, als Lewis Hamilton und Button einen Doppelsieg feierten.

"Wir haben im vergangenen Jahr gezeigt, dass unser Auto hier stark ist", meinte Button deshalb im Brustton der Überzeugung. Natürlich sei der heutige MP4-26 nicht mehr vergleichbar mit dem Vorjahresmodell, doch McLaren hätte laut Button verstanden, worauf es auf dem Circuit Jacques Villeneuve ankommt. Button verglich das kommende Rennen mit dem vergangenen im Fürstentum, denn auch in Monte Carlo spielte der mechanische Grip eine große Rolle.

Deshalb ist er überzeugt, dass McLaren in Kanada eine gute Figur machen kann. Neben den langen Geraden, die dem MP4-26 liegen, spielt auch der Einsatz des KER-Systems eine Rolle in Montreal. Zumindest in dieser Hinsicht sind die Briten der dominanten Red-Bull-Konkurrenz überlegen. "Das Layout der Strecke sollte uns ganz gut liegen", vermutete Button. "Auch wegen der zwei DRS-Zonen, obwohl ich diese Entscheidung nicht ganz verstehe."

Einige Punkte, die für einen potentiellen McLaren-Sieg beim siebten Rennen der Saison spielen. In die Quere kommen könnte dem Team allerdings noch der Samstag. Bislang hatte Red Bull sämtliche Qualifyings dominiert und die Gegner alt aussehen lassen. Button gab jedoch zu, dass das eigene Auto in Sachen Qualifying-Speed nicht verändert worden sei.

Positiv sei allerdings, dass man auf dieser Strecke wieder überholen könne. Dabei hatte Button wohl kurz den vergangenen Grand Prix im Hinterkopf. In Monaco war das mit dem Überholen schließlich so eine Sache…