Während sich Sebastian Vettel den fünften Sieg im sechsten Rennen schnappte, schaffte es Mark Webber wieder einmal nicht aufs Podest. Wie schon beim vergangenen Grand Prix in Barcelona, reichte es für den Australier nur zu Rang vier. Webber war vom dritten Platz im Fürstentum gestartet, musste allerdings schon recht früh neue Reifen aufziehen lassen. "Wir waren im ersten Stint nicht lang genug unterwegs", erklärte er. "Das ist für mich normal auf diesen Reifen und gefährdete mich."

Der Boxenstopp bei Red Bull verlief dann überhaupt nicht nach Plan. Zuerst kam Vettel rein und hatte dabei schon Probleme. Direkt darauf folgte Webber - wieder lief es nicht wie gewünscht. "Als in der Box ankam, waren die Reifen noch nicht draußen", ärgerte sich der 34-Jährige. "Ich kam an und saß da, aber die Jungs waren noch nicht fertig." Red Bull hatte mit seinem Funkproblem zu kämpfen gehabt, weshalb die Kommunikation innerhalb des Teams nicht funktionierte.

Aufgrund der Verzögerung verlor Webber einige Plätze und lag die meiste Zeit des Rennens auf Platz fünf. Kurz vor Schluss verunfallte dann Vitaly Petrov, woraufhin das Rennen zwischenzeitlich abgebrochen wurde. "Ich weiß nicht, warum wir das Rennen noch einmal gestartet haben, es waren nur noch fünf Runden zu fahren", grübelte er. Doch es sollte sich bezahlt machen: Webber schaffte es in der letzten Runde noch, sich an Kamui Kobayashi vorbei zu schieben und so noch eine Position gut zu machen.