Das Saisonhighlight in Monaco ist auch für Williams etwas ganz besonderes. Mit Hilfe von neuen Updates sollen in Monte Carlo die ersten Punkte her. "Alle Änderungen an den Autos basieren auf den gesammelten Informationen aus Barcelona, die schnell gemacht werden mussten, also war es eine anstrengende Woche", gab Technikchef Sam Michael aber dennoch zu.

"Monaco ist ein Stadtkurs mit wenig Grip, der die weichste Federung und die höchste Bodenfreiheit benötigt, die in der Saison überhaupt gefahren wird", so Michael weiter. Andererseits wusste der Brite auch, wie man vielleicht doch zu Punkten kommt. "Der Schlüssel zu einer guten Rundenzeit ist normalerweise ein reduziertes Untersteuern und eine gute Traktion", verriet er die Abstimmung der Autos.

Für Rubens Barrichello, der vergangenen Montag 39 Jahre alt wurde, ist der Grand Prix in Monaco eine Art Heim-GP. "Monaco ist eine zweite Heimat für mich, also habe ich wirklich Freude an diesem Rennwochenende, besonders im Qualifying", sagte er im Vorfeld. "Wir sind bestrebt weiter zu kämpfen, um möglichst schnell ein paar Punkte zu sammeln." Besonders beim Einsatz vom DRS lässt sich der Brasilianer überraschen. Es wird interessant zu sehen, wo man das System einsetzen kann und ob es Überholmanöver in Monaco möglich macht.

Für Formel 1-Rookie Pastor Maldonado ist die Strecke an der Mittelmeerküste kein Neuland. In den vergangenen Jahren, konnte er hier in der GP2 und der Formel Renault bereits erfolgreich sein. Ein Grund, warum der Monaco-GP für ihn etwas ganz besonderes ist. "Es ist definitiv meine Lieblingsstrecke und ein Ort, wo ich in den letzten fünf Jahre gute Ergebnisse gehabt habe", so der Venezulaner.

"Für mich war es eine magische Atmosphäre und dort ein Rennen in der Formel 1 zu fahren war schon immer ein Traum von mir." Der 26-Jährige hofft in Monte Carlo seine ersten Punkte der Saison zu sammeln, allerdings ist ihm bewusst, dass dies ein schweres Unterfangen werden wird. "Ich denke es wird schwierig für uns, da wir zwischen diesen beiden Rennen nicht viel Zeit hatten und den superweichen Reifen noch nie getestet haben", musste Maldonado eingestehen.

Eine Herausforderung wird das Rennen in Monaco auch für den Motor. Wegen der fehlenden Geraden und der langsamen Kurven besteht vor allem eine Überhitzungsgefahr, auch wenn nur die Hälfte des Kurses mit Vollgas gefahren wird. Bei der Getriebeübersetzung kommt es besonders auf eine gute Beschleunigung an. Durch den holprigen Streckenbelag, wird das Fahrzeug zudem extrem durch Erschütterungen belastet, was für Fahrer und Auto bei einer Renndauer von 78 Runden zu einer Tortur wird.

Erstmals setzt Pirelli in Monaco die superweiche Reifenmischung ein, was für die meisten Teams Neuland werden wird. Durch den fehlenden Grip auf der Strecke wird diese Mischung benötigt. Sorge vor zu hohem Reifenabrieb hat man bei Williams aber nicht.