Timo Glock zeigte sich nach dem Qualifying zum Spanien GP überraschend zufrieden. Normalerweise mäkelte der Deutsche nach jedem Samstag an seinem Virgin-Boliden herum, doch diesmal fand er versöhnliche Worte. "Ich denke, es lief heute gut", so Glock. "Wir hatten ein paar Probleme mit dem ersten Satz Reifen, weil sie nicht so arbeiteten, wie sie sollten." Die zweite schnelle Runde sei dann aber gut gelaufen, auch wenn Glock einen kleinen Fahrfehler in Kurve sieben zugab.

Virgin hatte am Freitag wieder das alte Performance-Package für den FW111 am Start, was dem Team zunächst einiges an Arbeit machte. "Ich konnte am Freitag wieder keine Setup-Arbeit machen, da ich das neue Paket verbessern musste", so Glock. "wir sind jetzt schon zum zweiten Mal nach dem Türkei GP auf das alte Paket gewechselt." Virgin dürfe laut Glock jetzt allerdings keinen Frust schieben und die Köpfe nicht hängen lassen.

"Wir müssen die Köpfe stattdessen jetzt zusammenstecken und zum Rauchen bringen, damit wir uns weiter verbessern", forderte Glock. Teamkollege Jerome d'Ambrosio dürfte damit kein Problem haben, denn der Belgier schaffte nur hauchdünn die 107-Prozent-Hürde in Q1. "Ich hatte nur eine richtige Runde, weil ich auf meinem ersten Run ein Hydraulik-Problem hatte", erklärte der Belgier. Deshalb war er auch zufrieden, überhaupt den Sprung ins Rennen geschafft zu haben. "Das Team hat großartige Arbeit geleistet, das Auto wieder zu reparieren, deshalb sehen wir morgen weiter", so der F1-Rookie.