"Es war zu erwarten, dass wir im Qualifying etwas schlechter sein würden, aber die Renn-Pace für morgen sieht definitiv stärker aus. Wir sollten daher nicht allzu enttäuscht sein", lautete nach Platz sieben in der Qualifikation zum Großen Preis von Spanien das Urteil von Nico Rosberg. Mehr sei ob der Herangehensweise der Silberpfeile im Zeittraining nicht möglich gewesen. "Beim letzten Rennen in der Türkei hatten wir ein super Qualifying, im Rennen ging dann aber gar nichts mehr. Hier versuchen wir es anders zu machen", erklärte der Mercedes-Fahrer.

"Es ist ein bisschen komisch, weil wir sehr auf das Rennen hingearbeitet haben und in der Qualifikation deshalb nun etwas nach hinten gefallen sind. Aber Siebter ist okay. Von da aus kann man ein gutes Rennen fahren und dafür stehen wir viel besser da. Wir haben noch mehr neue Reifen, als einige Fahrer vor uns", meinte der Wahl-Monegasse optimistisch. "Ich bin also mit meiner Strategie zufrieden, denn auch hier wird es sicher wieder viele Boxenstopps geben. Das wird dann ein Vorteil für uns sein und wir können bei der Strategie richtig etwas herausholen", so Rosberg.

Überzeugt von der Strategie

Wo steht Nico Rosberg am Ende, wenn er am Sonntag in Barcelona die Ziellinie überquert?, Foto: Sutton
Wo steht Nico Rosberg am Ende, wenn er am Sonntag in Barcelona die Ziellinie überquert?, Foto: Sutton

Ungewöhnlich sei der bisherige Verlauf des Wochenendes für den 25-Jährigen daher aber schon gewesen. "Die Reifenstrategie war so ganz anders als alles, was ich jemals zuvor gemacht habe", gab der Silberpfeil-Pilot zu, freute sich aber über die neuen Erfahrungen. "Das wird ziemlich interessant. Normalerweise ist unser Team bei der Strategie und der Reifenwahl sehr stark, also bin ich überzeugt, dass es die richtige Entscheidung war", meinte Rosberg, der anfügte: "Jetzt müssen wir es morgen nur noch umsetzen."

Trotzdem sei die Herangehensweise etwas seltsam gewesen, gab der Deutsche zu. "Selbst im Qualifying ist man nicht so besorgt, wenn man nicht vorne dabei ist, denn man weiß, dass man ein gutes Auto für das Rennen hat und noch viele Reifen übrig sind. Es sollte also ein gutes Rennen werden", sagte der Siebte der Qualifikation. "Ich hoffe, morgen noch einige Plätze gutzumachen. Unser Ziel muss es sein, Platz sechs anzupeilen. Mit einer guten Strategie können wir einen der fünf Jungs von Red Bull, McLaren und Ferrari vor uns schlagen", war sich Rosberg sicher.

Ähnlich sah es auch Teamchef Ross Brawn. "Wir hatten heute wirklich eine ziemlich gute Qualifying-Sitzung, da wir sehr überlegt alles für morgen vorbereitet haben, um dann auch in der bestmöglichen Position zu sein", so der Brite. "Die Autos an der Spitze konnten wir natürlich recht deutlich nicht angreifen, aber Nico hat trotzdem einen sehr guten Job gemacht und für das morgige Rennen steht er sehr gut da", sagte der Teamchef. Stallgefährte Michael Schumacher wurde nach KERS-Problemen am Ende nur Zehnter. Brawn wollte jedoch auch daraus etwas Positives ziehen. "Das bringt uns den Vorteil der maximalen Reifenauswahl für die Rennstrategie", so der Brite.