Bereits im dritten freien Training stand Nick Heidfelds Auto in Flammen und war trotz zwei Stunden Pause nicht einsatzfähig für die Qualifikation. Nun wird Heidfeld aus der letzten Position ins Rennen gehen, doch Teamchef Eric Boullier hat noch Hoffnung. "Ich würde es begrüßen, wenn wir Herrn Webbers Ergebnis aus China kopieren", schmunzelte er. Denn Mark Webber war in diesem Rennen von Platz 18 noch auf das Podest gefahren. "Der Vorteil ist, dass wir noch viele neue Reifen haben", ergänzte Boullier. So sei mit einer guten Strategie noch viel möglich, da der Reifenverschleiß in Barcelona sehr hoch sei.

Doch auch Heidfelds Teamkollege Vitaly Petrov verschenkte eine bessere Platzierung. "Vitaly hat in Q3 im zweiten Sektor einen kleinen Fehler gemacht, sonst hätte er sogar auf Position drei fahren können", verriet der Renault-Teamchef. Im Rennen möchte das Team dennoch angreifen, wenngleich die Situation nicht einfach werden wird. "Red Bull sah heute sehr stark aus, und wir werden sehen, ob wir aufschießen können", erklärte er die Rennstrategie. Sorgen um einen weiteren Schaden an einem seiner R31 macht er sich allerdings kaum. "Es war nichts Gravierendes", erklärte er zu Heidfelds gebrochenem Auspuff und dem dadurch ausgelösten Feuer. Und er hoffe nicht, dass dieses Problem zu einem Sicherheitsrisiko werde.

Einen Motor wie diesen von Ferrari, könnte es in Zukunft vielleicht nicht mehr geben, Foto: Sutton
Einen Motor wie diesen von Ferrari, könnte es in Zukunft vielleicht nicht mehr geben, Foto: Sutton

Blick in die Zukunft

Nochmals angesprochen auf die neuen Motoren, die ab 2013 in den Formel-1-Boliden sein sollen, vertrat Boullier eine gespaltene Meinung. "Wir wollen natürlich, dass die Formel 1 ihren Wert behält und die Formel 1 sollte neue und mehr Fans gewinnen", erklärte der Teamchef. Allerdings sei "Motor gleich Motor" und wenn die Show, der Lärm und alle anderen Dinge gleich bleiben würden, könnte er sich vielleicht sogar arrangieren.

Anders seine Haltung zur Steigerung der Testzeiten. "Ich denke wir haben im Moment eine gute Regulierung für die Tests und wir unterstützen diese Diskussionen um die Erweiterung nicht", machte er deutlich. Grund sei ein weiterer Anstieg der Kosten und des Arbeitsaufwandes, der durch Autobau, die jetzigen Testfahrten und die Rennen ohnehin schon groß genug sei.