Felipe Massa hatte in Barcelona mit mehr als Startplatz acht gerechnet. "Die Qualifying-Performance war definitiv nicht wie erwartet, aber wir haben das ganze Wochenende mit der Balance des Autos zu kämpfen gehabt", erklärte der Brasilianer. Nur mit einer perfekten Runde hätte er sich weiter vorne qualifizieren können, doch das war bei seiner schnellsten Runde in Q3 nicht der Fall.

"Wir müssen hoffen, dass unser Auto mit vollen Tanks besser funktioniert und wir ein besseres Resultat einfahren können", meinte Massa. Überholen war in der Vergangenheit auf dem Circuit de Catalunya allerdings nicht einfach, doch Ferrari setzt auf die Strategie und die Reifen. "Wir haben uns in Q2 entschieden, in der Garage zu bleiben und die Reifen aufzusparen. Es hätte in Sachen Strategie nichts gebracht, in Q3 zu stehen, aber dafür ohne frische Reifen. Vor allem da wir mehr als alle anderen unter den neuen, harten Reifen leiden", erklärte der Ferrari-Pilot.

Teamchef Stefano Domenicali war angesichts der Startplätze vier und acht positiv überrascht. Nach dem dritten Freien Training hatte er mit dem Schlimmsten gerechnet. "Das war unser schlechtestes Training in dieser Saison, aber die Formel 1 ist immer für Überraschungen gut", erzählte der Italiener. Am Sonntag setzt er auf die Rennpace, bei der Ferrari bisher immer besser aussah. "Hoffentlich bleibt das auch weiterhin so und wir können ein gutes Resultat nach Hause fahren. Das wäre wichtig für das Team", sagte Domenicali.