Das Force-India-Team war mit großen Erwartungen und großem Gepäck nach Barcelona geflogen. Inhalt: Ein neues, vielversprechendes Aerodynamik-Paket. Allerdings blieben die erhofften Sekunden aus. So erreichte Adrian Sutil mit insgesamt 42 gefahrenen Runden die Positionen 15 und 19 und gab Probleme zu.
"Ich bin diesen Morgen mit den neuen Aero-Teilen gefahren, aber um ehrlich zu sein, haben wir den richtigen Dreh noch nicht herausgefunden", erklärte der Wahlschweizer, der gleichzeitig sein Team für die neuen Entwicklungen lobte. "Es ist nie leicht, während eines Wochenendes so viele neue Teile einzuführen und sie ordentlich zu testen."
Viel Arbeit
Doch auch wenn erst der Freitag vorüber ist, hat Sutil Bedenken. "Dieses neue Paket ans Laufen zu bekommen, wird wahrscheinlich schwieriger, als wir dachten und das ist auch der Grund, warum wir heute nicht so konkurrenzfähig aussahen", gab der Gräfelfinger ehrlich zu. Sein Teamkollege Paul di Resta, der am Vormittag für Testfahrer Nico Hülkenberg sein Cockpit räumen musste, geht sogar noch einen Schritt weiter. "Wir müssen uns heute Abend hinsetzen und darüber nachdenken, wie wir morgen vorgehen sollen", meinte der Schotte, der mit Platz 14 deutlich vor seinem Teamkollegen lag.

Dies lag, laut dem Force-India-Strecken-Ingenieur Dominic Harlow, allerdings an einem technischen Problem. "Es gab ein kleines Telemetrie-Problem an Adrians Auto, was bedeutete, dass er bei seiner finalen Ausfahrt auf neuen weichen Reifen durch Verkehr behindert war", machte Harlow deutlich, der zusätzlich anmerkte, dass Sutil dadurch auch Fahrzeit verloren gegangen war.
Große Veränderung
Aber auch di Resta war vom Verhalten des Boliden nicht überzeugt. "Wir haben immer gewusst, dass es eine große Veränderung zu dem sein würde, was wir gewohnt waren. Das Auto fühlt sich ganz anders an", verriet der Force-India-Pilot, der aber Verbesserungen im Verlaufe des Trainings erkannte.

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