Das Thema neuer, harter Reifen war nach den Freitags-Trainings in Barcelona in aller Munde. Der neue Gummi kam dabei allerdings sehr schlecht weg. Der Grip war niedrig, die Aufwärm-Phase zu lange und der Abbau kam dennoch relativ früh. Von daher schien es unumgänglich, dass auch Spitzenteams am Sonntag mit dem weichen Reifen in den ersten Qualifying-Abschnitt gehen müssen. "Hoffentlich versucht es da jemand mit harten Reifen", scherzte Fernando Alonso, der ebenfalls nicht besonders von dem neuen Reifen angetan war.
Er bezeichnete den Gummi als großen Unterschied zu vorher und der Unterschied zum weichen Reifen sei nun größer geworden als er es ohnehin schon war. "Aus welchem Grund auch immer haben sie entschieden, den harten Reifen zu tauschen und der jetzige ist noch langsamer. Jetzt ist es schwierig, an ein Q1 mit dem harten Reifen zu denken. 95 Prozent der Leute werden in Q1 leider auf den weichen Reifen setzen. Wir werden sehen, was das für das Rennen heißt. Ich weiß nicht, wie weit Red Bull voraus ist. Zum harten Reifen sage ich jetzt besser nichts mehr", meinte der Ferrari-Pilot.
Etwas mehr konnte er dafür zu seinem Trainings-Tag sagen, auch wenn er noch nicht wusste, wie alles einzuordnen ist. Denn bei Alonso und bei Felipe Massa waren unterschiedliche Neuteile am Auto, die erst probiert werden mussten, weswegen Vergleiche untereinander und mit anderen Teams schwierig waren. "Wir müssen das nun kombinieren und schauen, was funktioniert. Morgen sind wir dann hoffentlich stärker." Überraschungen hatte der Spanier aber ohnehin nicht erlebt. Red Bull liegt der Circuit de Catalunya und das hatte Alonso erwartet. "Vor allem im Qualifying wird es schwer, sie zu schlagen. Im Rennen kann es aber enger werden. Ich bin mir sicher, McLaren und Ferrari werden versuchen, es Red Bull am Sonntag schwer zu machen."

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