Pirelli möchte mit den Teams der Formel 1 darüber sprechen, ob man die Limits zur Verteilung der Reifen für nasse Bedingungen verändern kann. Aktuell befürchtet der Reifenlieferant, dass es an verregneten Rennwochenenden zu wenige Sätze der Regenreifen und Intermediates geben könnte, um damit alle Sessions durchzuhalten. So legen die Regeln aktuell fest, dass es pro Fahrer vier Sätze Intermediates und drei Sätze Regenreifen für ein ganzes Wochenende gibt.
Das würde heißen, die Fahrer könnten nach Trainings und Qualifying bei angemessen schlechten Verhältnissen nicht mehr genug Walzen für das Rennen am Sonntag übrig haben. Pirelli Motorsport Direktor Paul Hembery äußerte solche Sorgen nach dem verregneten ersten Training in der Türkei, weswegen er auch mit den Teams sprechen wollte. "Bei der Balance ist alles gut, aber ich denke, es muss eine ernsthafte Diskussion über das Kontingent geben, für den Fall, dass es drei nasse Tage gibt und wir dann das Rennen [im Nassen] fahren müssen", sagte Hembery laut Autosport.
Er wollte sich jedenfalls nicht darauf zurücklehnen, dass das Reglement eine bestimmte Anzahl an Reifensätzen vorschreibt. "Wenn wir drei Tage Regen hätten, dann könnten die Teams in einigen Sessions nicht fahren, es gibt da also ein großes Fragezeichen. Mir sind noch nie drei Regentage [am Stück] untergekommen, aber das gibt es und es könnte irgendwann passieren. Ich denke also, wir als Sport brauchen da einen Notfallplan. Wir werden uns ein paar Gedanken dazu machen, zu den Teams gehen und vielleicht liefern sie ein paar Ideen dazu, was wir als Sport machen können." Die Teams selbst wollen ebenfalls über ein vergrößertes Regenreifen-Kontingent sprechen.

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