Für Ferrari ist auch der China Grand Prix, und damit das dritte Rennen des Jahres, nicht nach Wunsch verlaufen. Zwar machte die Scuderia im Rennen wieder einen besseren Eindruck als im Qualifying, mit den Plätzen sechs und sieben für Felipe Massa und Fernando Alonso gab es aber wenig Zählbares. Neben externen Umständen, die ein besseres Ergebnis verhinderten, blieb aber auch die Frage, was im letzten Stint los war.
"14 Punkte ist definitiv nicht das, was wir von diesem China Grand Prix mitnehmen wollten. Man kann nicht verneinen, dass wir enttäuscht sind", sagte Teamchef Stefano Domenicali. Er versprach, dass genau überprüft wird, warum es nach einem guten Rennbeginn, in dem Ferrari konkurrenzfähig aussah, vor allem mit Massa, im letzten Drittel die Konkurrenz eine bessere Pace gehen konnte. "Aus strategischer Sicht denke ich nicht, dass sich viel geändert hätte, wenn wir drei statt zwei Stopps gemacht hätten: wenn das Endergebnis so kleine Lücken zeigt, dann reichen kleine Dinge, um einen Unterschied zu machen und im Nachhinein lässt sich immer leicht etwas sagen", meinte Domenicali.
Aerodynamik muss besser werden
Massa attestierte der Teamchef ein starkes Rennen, immerhin hatte der Brasilianer um ein Podest mitgekämpft. Fernando Alonso konnte das nicht, weil er etwas Pech hatte und nach dem ersten Stopp hinter Michael Schumacher Zeit verlor. "Diese Weltmeisterschaft hat nicht so begonnen, wie wir das wollten oder erhofften. Unser Auto muss seine Leistung definitiv verbessern, vor allem im Qualifying. Wir müssen in den kommenden Wochen sehr hart arbeiten, vor allem an der Aerodynamik", betonte Domenicali. Er wusste allerdings, dass nicht alles auf einmal gelöst werden kann und die Konkurrenz auch nachlegen wird.
Laut Alonso hatte die Konkurrenz bereits in China nachgelegt, während sich das Auto von Ferrari nicht verändert hatte. "Vor acht Tagen sahen wir in Malaysia ermutigende Signale, das war hier nicht der Fall", bedauerte er. Sein Rennen hatte schon mit einem schlechten Start begonnen, bei dem ihn Massa überholte und auch fast noch ein Force India packte. "Danach war es ein guter Kampf in der ersten Runde. Nach dem ersten Stopp verlor ich zu viel Zeit hinter Michael, dadurch verlor ich den Anschluss an die Spitzengruppe. Am Ende des Rennens kämpfte ich dann wieder gegen ihn, aber die Plätze waren vertauscht", meinte der Spanier.
Nicht runterziehen lassen
Spaß hatte er an dem Kampf durchaus, allerdings wäre er lieber um das Podest als um Platz sieben gefahren. Aus seiner Sicht war die Rennpace von Ferrari einfach zu langsam, eine andere Strategie hätte da für ihn nichts geändert. "Ich hatte bessere Sonntage in meiner Karriere, aber ich werde mich nicht runterziehen lassen oder das Vertrauen verlieren. Wir wissen, wir müssen uns verbessern, um nach vorne zu kommen: McLaren und Mercedes haben das geschafft und es gibt keinen Grund, warum wir das nicht auch schaffen sollten. Die Aerodynamik ist momentan unsere Achilles-Ferse und daran müssen wir vorrangig arbeiten."

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