Sauber hat sich kontinuierlich im oberen Mittelfeld der Formel 1 etabliert. Nach der bitteren Disqualifikation in Australien erntete das Team von Peter Sauber beim zweiten Rennen in Malaysia die Früchte: Kamui Kobayashi schaffte es auf Platz sieben und fuhr somit die ersten WM-Zähler für Sauber ein. "Malaysia war super", stellte Peter Sauber im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com fest. "Nach dem Rennen in Australien waren wir nicht ganz sicher, wie gut das Auto ist. Wir wollten sehen, wie der Bolide performt - der C30 war konkurrenzfähig."

Während das starke Resultat des Japaners sehr erfreulich gewesen sei, ärgerte sich Sauber über den Ausfall von Sergio Perez. Der Wagen des F1-Rookies wurde in Sepang von einem Fremdteil getroffen und schwer beschädigt. "Deshalb bekommt er für China ein neues Chassis", erklärte der Teamchef. "Wir haben bei jedem Rennen ein Ersatzchassis dabei." Ob das zerstörte Teil noch einmal repariert werde, wusste Sauber zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Zu viel Lob wollte Sauber noch nicht über den C30 ausschütten. Stattdessen meinte der Schweizer, dass man den Spanien GP abwarten müsse, um erste Schlüsse ziehen zu können. "Am liebsten warte ich bis Barcelona. Das ist immer ein Schlüsselrennen. Wenn das Auto dort überzeugt wissen wir, dass wir einen guten Boliden besitzen".

Die Zielvorgabe für das anstehende Rennen in Shanghai ist allerdings klar: Mehr Punkte sollen her. "Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir in jedem Rennen punkten wollen", betonte Sauber. Man habe sich genau genommen zwei Ziele gesetzt: Erst ein Auto in die Top-10 des Qualifyings bringen und dann WM-Zähler einfahren. "Wenn man es unter die ersten Zehn beim Qualifying schafft, hat man gute Chancen auf Punkte", so Sauber.

Angesprochen auf das Gefühl, derzeit sogar auf einer Stufe mit Mercedes GP zu sein, antwortete Sauber: "Mercedes ist natürlich ein großer Name. Mit Michael Schumacher und Nico Rosberg haben sie auch zwei starke Fahrer in ihren Reihen. Wenn man sich dann ein Duell mit Schumacher liefert, ist das schon eine tolle Leistung." Damit spielte er auf das Duell zwischen Kobayashi und dem Rekord-Champion in Sepang an, aus dem der Japaner siegreich hervorging.