Das Rennen in Malaysia verlief so gar nicht nach dem Geschmack von Lewis Hamilton. Umso treffender war es, dass der McLaren-Pilot nach Rennende noch eine 20-Sekunden-Zeitstrafe für einen mehrfachen Linienwechsel im Duell mit Fernando Alonso erhielt. "Ich war schon weit hinten, für mich machte es also kein großer Unterschied", ist Hamilton darüber nicht mehr sauer.

Die Strafe kostete ihn einen Platz und zwei Punkte. "Diese könnten am Saisonende entscheidend sein, aber ich hoffe, dass ich sie woanders gutmachen kann", sagt der McLaren-Pilot. Die Strafe an sich kann er nicht ganz nachvollziehen. "Ich glaube nicht, dass ich meine Position zu stark verteidigt habe", sagte er in Shanghai. "Ich bin ein Racer, die Leute wollen Racing und Überholmanöver sehen. Ich habe noch nie jemanden in Gefahr gebracht und bin schon immer mit Herz gefahren."

So breit wie möglich machen

Vor einem Jahr wedelte Hamilton vor Petrov herum, Foto: Sutton
Vor einem Jahr wedelte Hamilton vor Petrov herum, Foto: Sutton

Genauso stuft er auch sein Duell mit Alonso ein. "Ich habe immer kluge Entscheidungen getroffen", so Hamilton. "Wenn man sich verteidigt, muss man sein Auto so breit wie möglich machen. Die Regel besagt, man darf nicht mehr als einen Richtungswechsel zur Verteidigung machen, aber er [Alonso] war 10-15 Meter hinter mir, als sie sagten, ich hätte dagegen verstoßen."

Für ihn ist es ein Fall der Regelinterpretation. Vor fast genau einem Jahr war Hamilton schon einmal in einen ähnlichen Fall mit Vitaly Petrov verwickelt. "Sie sollten auch das letzte Jahr bestrafen", kann der Russe mittlerweile darüber scherzen. "Es war nicht das Gleiche wie letztes Jahr, er hat es nur ein bisschen gemacht, aber die Regeln sind klar: Du darfst es nicht machen", betont Petrov. Selbst geringe Richtungswechsel könnten den Windschatten verringern und damit den Speed des Hintermanns beeinflussen.