Evolution hat ihren Preis - Todt fordert mehr Geld von Ecclestone
Ende 2012 endet das aktuelle Concorde Agreement der Formel 1. Jean Todt ist mit den Bedingungen nicht zufrieden und fordert mehr Geld.
Robert Seiwert
Robert SeiwertRessortleiter | Motorsport
Robert schrieb schon vor seiner MSM-Zeit für Sport-Fachmedien. Berichtet seit 2011 über DTM, Daytona, Le Mans und Co. direkt von der Rennstrecke.MEHR
Bernie Ecclestone und Jean Todt gelten nicht gerade als ein Herz und eine Seele, Foto: Sutton
Beim andauernden Streit zwischen Bernie Ecclestone und FIA-Präsident Jean Todt um die Umwelt-Debatte in der Formel 1 könnte ein weiterer Punkt eine wesentliche Rolle spielen: Geld. Ecclestone hatte sich vehement gegen die geplanten Vierzylinder-Motoren gewehrt, die 2013 in die F1 Einzug halten sollen. Doch angeblich könnte hinter diesem Interessenkonflikt noch mehr stecken.
Ende 2012 endet das aktuelle Concorde Agreement. Todt erzählte der Financial Times, dass er mit dem aktuellen Deal nicht zufrieden sei. Die Dinge haben sich geändert, lautet die Ansicht des Franzosen. "Die Technologie hat sich verändert. Evolution hat seinen Preis. Ich muss sicherstellen, dass die Finanzierung der FIA korrekt ist", kündigte Todt indirekt einen finanziellen Kampf mit Ecclestone an.
Was Todt ganz besonders nicht schmeckt: Sein Vorgänger Max Mosley vergab die kommerziellen Rechte an der Formel 1 für angeblich 360 Millionen Dollar über 100 Jahre an Ecclestone. "Das ist, was wir haben", stellte Todt nüchtern fest. Doch glücklich ist er damit nicht.
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