Nach einer Saison 2010, die aus Sicht des Red-Bull-Chefs Dietrich Mateschitz nicht besser hätte verlaufen können, sieht er 2011 als Herausforderung. "Bekanntlich ist es genauso schwer, Erfolge zu bestätigen, wie sie zu erreichen. Diese Herausforderung werden wir annehmen und versuchen, das bzw. die Ergebnisse zu wiederholen", erklärte Mateschitz gegenüber APA.
Besonders erfreut zeigte sich der Österreicher über die Tatsache, über den Winter niemanden in einer Schlüsselposition verloren zu haben. Deshalb sieht er die Bullen in einer guten Position. "Wenn nicht auf der Pole Position, so zumindest in vorderster Front", schätzt er die Lage ein.
Kopfzerbrechen bereitet dem Team allerdings die Situation um die neuen Pirelli-Reifen, bei welchen Mateschitz weniger von "einer Revolution als vielmehr von einer Katastrophe sprechen" möchte. Dennoch hofft er, dass die Rennergebnisse nicht beeinflusst werden, da die Situation für alle Teams identisch ist.
Ein weiterer Schritt in eine positive Zukunft dürfte die Vertragsverlängerung von Sebastian Vettel sein, der das österreichische Team zum ersten Weltmeistertitel führte. Trotz aller Spekulationen um Avancen anderer, namhafter Rennställe, hatte sich der Deutsche für Red Bull entschieden, was Mateschitz stolz kommentierte. "Als Pilot wird man sicherlich einmal in einem Ferrari sitzen wollen, aber auch nur dann, wenn er das schnellere Auto ist."
Doch wie lange das erfolgreiche Team noch in dieser Konstellation fahren wird, konnte Mateschitz nicht beantworten. "Ich persönlich halte Mark Webber für einen der Besten und Stärksten im Fahrerfeld", erklärte der Österreicher, der meinte, dass eine Vertragsverlängerung mit dem Australier, primär von diesem selbst abhänge. Doch auch im Falle des Falles sieht sich der Teamboss gut vorbereitet, denn es seien unter den "Red Bull Junior-Fahrern ausreichend Talente", um das vakante Cockpit zu besetzen.
Red Bull, das in England ansässig ist, aber mit österreichischer Lizenz an den Start geht, denkt sogar darüber nach, in Zukunft auch die Motoren selbst zu bauen. Dies hänge ausschließlich von den Möglichkeiten ab, heizte Mateschitz weitere Spekulationen an. Eines allerdings wird sich auch in Zukunft nicht ändern: Sollte Vettel auf dem Podest ganz oben stehen, so wird die deutsche und die österreichische Nationalhymne zu hören sein, was Mateschitz erklärte. "Erstens sind wir Österreicher und zweitens stolz darauf."

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