Nach dem Gewinn der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft gab es viele, die Red Bull Racing in Brasilien gratulierten. Darunter auch McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh, der den Titelgewinn durchaus verdient fand. "Ich denke, ich muss Red Bull gratulieren. Es ist ein neuer Name auf dem Pokal und das muss gut für den Sport sein. Sie haben einen guten Job gemacht und verdienen die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft", meinte er. Wie es in der Fahrer-WM ausgehen wird, wollte Whitmarsh aber erst einmal abwarten.
Denn der Teamchef war überzeugt, dass Red Bull, Fernando Alonso und auch der 24 Punkte zurückliegende Lewis Hamilton noch alles geben werden. "Ich denke, es ist gut für den Sport, so zum letzten Rennen zu kommen. Das ist fantastisch. Es war eine epische Weltmeisterschaft und ich denke, wir haben sie alle genossen. Wir hatten Höhen und Tiefen in der Saison, aber jetzt werden wir sehen, was beim letzten Rennen passiert." Dass der Konstrukteurs-Titel nicht gewonnen wurde, machte Whitmarsh jedenfalls schon einmal wenig Freude, Platz zwei wollte er aber verteidigen und sich trotz 32 Punkten Vorsprung auf Ferrari nicht ausruhen. "So wie wir noch den Fahrertitel gewinnen könnten, könnten wir auch Platz zwei bei den Konstrukteuren verlieren. Es ist alles möglich und das ist das Tolle an diesem Sport.
Dass Red Bull in Brasilien keine Teamorder ausgesprochen hatte und Sebastian Vettel vor Mark Webber ins Ziel kommen durfte, obwohl eine umgekehrte Reihenfolge WM-taktisch besser gewesen wäre, hatte Whitmarsh nicht überrascht. "Nein, das hat mich gar nicht überrascht. Ich denke, niemand von uns dachte, das würde heute passieren. In Wahrheit macht das die Arbeit für sie schwieriger, aber so ist es nun einmal geschehen."

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