Formel 1

Kann Rosberg im Moment nicht schlagen - Jordan zweifelt weiter an Schumachers Zukunft

Eddie Jordan ist nach wie vor nicht überzeugt, dass Michael Schumacher seine Karriere fortsetzt. Er rät dem Deutschen, sich einige Fragen zu stellen.
von Falko Schoklitsch

Motorsport-Magazin.com - Eddie Jordan war in dieser Saison einer der größten Kritiker Michael Schumachers und meinte einmal sogar, wäre er noch Teamchef, hätte er ihn gefeuert. Zudem glaubte er, Anzeichen erkannt zu haben, dass der Rekordweltmeister nach diesem Jahr seine Karriere an den Nagel hängen wird. Zwar wurde das mittlerweile von Mercedes und auch Schumacher selbst mehrfach dementiert, Jordan scheint aber immer noch nicht überzeugt. "Trotz ihrer Bemühungen habe ich immer noch das Gefühl, dass es keine Entscheidung geben wird, bis der Deutsche auf Pirelli-Reifen testet", meinte Jordan bei der BBC.

So hielt er fest, dass Nico Rosberg in Qualifying und Rennen nach wie vor der Stärkere sei. Und solange Rosberg immer vor ihm sei, könnte Schumacher auch nicht Weltmeister werden. "Auch wenn das Auto brillant ist, muss Schumacher in den Spiegel schauen und sich fragen: 'Kann ich Rosberg schlagen?' Und im Moment ist die Antwort darauf nein. Denke ich, dass Schumacher über eine Saison mit Vettel, Alonso, Hamilton und Kubica kämpfen kann? Das glaube ich nicht", betonte Jordan. Zudem würde er Schumacher fragen, warum er mit seinen in der kommenden Saison 42 Jahren seinen Körper riskieren wolle, um vorne mitzuhalten. "Niemand von uns ist unsterblich und eher früher als später muss Schumacher entscheiden, wann er es endgültig an den Nagel hängt."

Trotz seiner kritischen Worte wollte Jordan betonen, dass er einer der größten Schumacher-Fans ist. Dennoch riet er ihm dazu, in den Spiegel zu schauen und eine Entscheidung zu treffen."Er muss sich fragen: 'Kann ich den Titel gewinnen?' Denn wenn er das nicht kann, sollte er aufhören, da der Risikofaktor zu hoch ist und ich nicht erleben will, wie sein Andenken beschädigt wird. Er war ein toller Weltmeister. Er hat in vielen Aspekten gelitten, da er als schwierig und kalt wahrgenommen wurde, aber er hat sich in den vergangenen Jahren so sehr gebessert. Er hat in diesem Jahr viel zur Spannung in der Weltmeisterschaft beigetragen", sagte Jordan.


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