Fahrer und Fans lieben das Rennen in Spa, da der Ardennen-Kurs eine der letzten echten Traditionsstrecken der Formel 1 ist und rein fahrerisch wirklich alles abverlangt. Dennoch ist die Strecke in der Vergangenheit bereits aus dem Kalender geflogen und das könnte auch wieder passieren. Laut Bernie Ecclestone ist der Belgien Grand Prix in Gefahr und FIA-Präsident Jean Todt musste nun erklären, dass der Weltverband das Rennen nicht garantieren könne. Fest steht, dass in Zukunft wohl wieder europäische Rennen werden Platz machen müssen, wenn die Events in Indien, Russland und den USA im Kalender sind.
Und obwohl die FIA eigentlich einmal gemeint hatte, dass bestimmte Traditions-Events geschützten Status erhalten sollen, scheint das für Belgien anscheinend nicht möglich. So meinte Todt gegenüber der Zeitung De Standaard: "Die Welt und die Wirtschaft ändern sich ständig. Also müssen wir vorsichtig sein. In Belgien ist das Problem weniger sportlich, sondern hat eher mit der Regierung zu tun. Wir hoffen, dass der Belgien Grand Prix lange Zeit im Kalender ist, denn es ist eine fantastische Strecke. Aber wenn das Geld ausgeht, gibt es ein Problem."
FIA nicht für Rennansetzungen zuständig
So wenig wie für Belgien kann Todt anscheinend auch für den Frankreich Grand Prix tun, der mittlerweile zwei Jahre im Kalender gefehlt hat und auch im nächsten Jahr nicht stattfinden wird. "Ich bin Franzose, aber ich bin nicht dafür zuständig, einen Grand Prix nach Frankreich zu bringen. Es geht um das Land, den nationalen Verband, den Promoter und Bernie Ecclestones FOM. Wenn diese Dinge sich zusammenfinden, dann hat die FIA - als Gesetzgeber - die Verantwortung, die Strecke zu fördern. Aber wir sind in den anderen Prozess nicht eingebunden. Wenn ihr glaubt, Frankreich sollte einen Grand Prix haben, so denke ich das auch. Aber leider ist nicht alles vorhanden, damit das möglich ist", sagte Todt der Zeitung L'Equipe.
Aufräumen wollte der Franzose noch mit den Gerüchten, Max Mosley und Bernie Ecclestone hätten für die FIA Generalversammlung am 5. November einen kleinen Putsch geplant, bei dem Todt entmachtet werden soll. "Wir sind ernsthafte Leute. Ich kenne Max seit vielen Jahren und ich wäre nie ein Kandidat gewesen, wenn er hätte bleiben wollen. Er hat deutlich gesagt, es war Zeit zum Aufhören. Ich habe eine sehr gute Beziehung zu Max, aber er ist mit seinen eigenen Angelegenheiten sehr beschäftigt", erklärte Todt.

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