In Japan waren sowohl Renault als auch Mercedes Opfer von Problemen mit den Rädern an ihren Autos geworden. So mussten Robert Kubica und Nico Rosberg ihr Rennen vorzeitig beenden, weil beim Polen das rechte und beim Deutschen das linke Hinterrad nicht voll mit dem Auto verbunden bleiben wollte. Seitdem haben beide Teams die Gründe für die Ursachen erforscht und durch Veränderungen an Equipment und Arbeitsabläufen sichergestellt, dass sich so etwas nicht wiederholt.

Bei Renault zeigten die Analysen, dass nicht die Radmutter für Kubicas Ausfall verantwortlich war, sondern Trümmerteile, die in den Mechanismus in der Radnabe gekommen waren. Da diese Teile nicht gesehen wurden, konnte der Mechanismus nicht voll einrasten und als sich die Trümmer bei Renngeschwindigkeit wieder lösten, lockerte sich das Rad dann immer mehr. Nun gibt es zusätzliche Checks bei Renault, um so etwas zu vermeiden. Bei Mercedes war es die Radmutter, die sich im Laufe des langen Stints von Rosberg einfach gelockert hatte.

Nicht komplett zu verstehen

Mercedes-Teamchef Ross Brawn konnte nur schwer erklären, was die Gründe dafür waren, dass die Mutter sich löste, es dürfte aber wohl damit zu tun gehabt haben, wie sich die Metalle im Rad ausgedehnt hatten. "Es ist sehr schwer, komplett zu verstehen, was passiert ist, denn wenn etwas nach 48 Runden passiert, dann muss man sagen, es war zunächst wohl ordentlich gemacht. Wir haben Beschleunigungsmesser auf den Schlagschraubern und die sagen einem, wie lange der Schlagschrauber im Einsatz war. Nach den Stopps können wir also sehen, ob wir die Räder ordentlich angeschraubt haben. Das Rad war ordentlich angeschraubt, aber über 48 Runden haben wir dort den Halt verloren", sagte Brawn.

Nun wurden einige Materialien in der Fertigung verändert und es werden Dinge verwendet, die das Risiko einer Wiederholung minimieren sollen. Da die ganze Angelegenheit aber nicht völlig aufgelöst werden konnte, bleibt ein Fragezeichen. "Wir haben auch den Haltemechanismus modifiziert, damit die Mutter drauf bleibt, wenn sie sich lockert. Interessanterweise hatten einige andere Teams Probleme am Ende des Rennens. Einige Teams haben berichtet, dass sie Räder hatten, die locker waren. Einige der Streckencharakteristiken haben diese Probleme verursacht."