Bei Virgin-Racing ist man regelrecht verschossen in CFD und Simulation, daher muss dem Team die Vorbereitung auf den Korea Grand Prix praktisch wie ein Heimspiel vorgekommen sein, schließlich gab es außer Simulationsdaten keine brauchbaren Hinweise, die sich nutzen ließen. "Wir haben in den vergangenen Monaten viel mit der Simulation der neuen Strecke gearbeitet, die wir aus den zur Verfügung gestellten Daten und unseren eigenen Berechnungen erstellt haben. Timo [Glock] und Lucas [di Grassi] haben schon zahllose virtuelle Renndistanzen auf der Strecke abgespult, aber es gibt natürlich keinen Ersatz für die erste Ausfahrt, wenn am Freitag das Training beginnt. Dann können wir richtig abschätzen, was die Strecke für uns bereithält", sagt Virgin-Teamchef John Booth.
Die größte Unbekannte ist dabei auch für das Rookie-Team der Asphalt, dessen letzte Schicht erst vor kurzem aufgebracht wurde und daher zu Beginn wohl sehr grün sein wird. "Da die Wetterbedingungen ähnlich wie in Suzuka sein sollen - auch wenn vielleicht nicht so extrem wie am Samstag -, sollte ein sehr interessantes Wochenende vor uns liegen, wenn wir das optimale Setup für das Rennen suchen. Es ist schwer zu glauben, dass nur mehr drei Rennen in unserer Debüt-Saison übrig sind, aber wir werden alles geben, damit wir das Jahr mit einem Hoch beenden", meint Booth.
Glock freut sich aufs Training
Nichts Anderes hat auch Timo Glock vor, der sich auf die neue Strecke freut und es nach eigenen Worten kaum erwarten kann, nach dem vielen Gerede über den Kurs auch endlich selbst hinzukommen. "Es ist eine Strecke mit viel Abtrieb und einigen schwierigen Kurven - vor allem der Abschnitt zwischen den Kurven sieben bis neun, elf und zwölf und Kurve 17, die beinahe Vollgas geht, blind ist und sehr wichtig, da sie auf die zweitlängste Gerade führt. Ich denke, es wird auch gute Überholpunkte zu Beginn der Runde geben. Ich freue mich auf das Training, da es neben einem ersten Geschmack der Strecke auch immer interessant ist, wie sich die Simulations-Arbeit in die Realität überträgt", erklärt Glock, der in den letzten drei Rennen noch einmal alles herausholen will.
Ebenfalls gespannt auf den Korea International Circuit ist Lucas di Grassi, der aufgrund der Simulator-Arbeit einen aufregenden Kurs erwartet. "Ich bin zuversichtlich, dass ich eine weitere gute Leistung abliefern kann, da die Strecke für alle neu ist und wir einige Upgrades am Auto haben. Ich habe mich gut vom Unfall in Suzuka erholt und ich habe für die letzten drei Rennen so hart trainiert wie immer", meint der Brasilianer.

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