Obwohl ihm im Rennen von Japan der dritte Gang gebrochen war, wird Lewis Hamilton in Korea keine Rückversetzung in der Startaufstellung befürchten müssen. Der McLaren-Pilot hatte bereits in Japan eine Rückversetzung um fünf Startplätze ausgefasst, weil sein Getriebe aus Singapur aufgrund eines Folgeschadens nach dem Unfall mit Mark Webber während des Japan-Wochenendes getauscht werden musste. Da er in Suzuka aber mit einem Ersatz-Getriebe fuhr, greift bei ihm eine Klausel aus dem sportlichen Reglement, die ihm einen weiteren Getriebewechsel vor Korea ohne Strafe erlaubt.
Ursprünglich war diese Klausel eingeführt worden, um die Anzahl der Getriebe zu reduzieren, die von den Teams zu den Rennen mitgebracht werden. Zuvor hatten die Mannschaften drei Getriebe für jedes Auto im Gepäck, eines für den Freitag, eines für Samstag und Sonntag und eines als Ersatz. Jetzt verwenden die Teams das Freitags-Getriebe als Ersatz, sollte es einen Schaden am Renngetriebe geben. So besagt Artikel 28.6 a des sportlichen Reglements: "Sollte ein Fahrer ein Ersatz-Getriebe einsetzen, verliert er für die betreffende Veranstaltung fünf Startplätze. (...) Jedes Ersatzgetriebe (...) muss nur den Rest des betreffenden Events durchhalten."
Nach dem Rennen in Japan hatte Hamilton erklärt, er sei nur mehr mit dem vierten, fünften, sechsten und siebten Gang gefahren, um so dem dritten Gang gänzlich auszuweichen und das Ziel zu sehen. Aber auch so zweifelte er an seiner Zielankunft. "Ich fuhr normal, dann schaltete ich in den Dritten, beschleunigte und der Gang war weg. Danach musste ich mich auf den vierten Gang und die darüber verlassen. Ich dachte nicht, dass es das Auto schaffen würde - es machte viele komische Geräusche, aber ich drückte die Daumen, schaltete nicht zu viel und passte bis ins Ziel auf. Ich bin dankbar und glücklich, zumindest die Zielflagge gesehen zu haben - das ist meine erste Zielankunft seit langer Zeit."

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