Sebastian Vettel mag am Sonntag in Suzuka einen beeindruckenden Sieg herausgefahren haben, doch der Mann des Rennens war für viele Kamui Kobayashi, der sich mit zahlreichen Überholmanövern im Grenzbereich viele Sympathien erfuhr. Dadurch schaffte er es von Startplatz 14 auf den siebten Endrang und konnte dem kurz nach dem Start ausgefallenen Robert Kubica auch eine Freude machen. "Was Kamui mit seinem Auto gemacht hat, war super. Weil ich im Fernsehen zusehen musste, hat er mir den Tag gerettet", sagte der Renault-Pilot.
Auch Sauber-CEO Monisha Kaltenborn, die den in Japan abwesenden Peter Sauber als Teamchef vertrat, war begeistert. "Wie er einige Konkurrenten überholt hat, war absolut spektakulär", meinte sie. Zu den Opfern Kobayashis gehörten Adrian Sutil, Rubens Barrichello und Jaime Alguersuari, während Nick Heidfeld seinen Teamkollegen etwas bereitwilliger vorbeiließ. "Das Team bat mich, ihm keine Probleme zu machen", erklärte der Deutsche gegenüber dem Blick.
Wie viele Überholversuche er genau unternommen hatte, konnte Kobayashi nach dem Rennen nicht mehr sagen. "Ich weiß nur, dass es beim Start viele Unfälle um mich herum gab und später hatte ich Kontakt mit ein paar Konkurrenten", sagte der Japaner. Dadurch war sein Auto im Ziel auch nicht mehr vollständig intakt. Laut Team Manager Beat Zehnter fehlten einige Abweiser und ein Seitenkasten hatte ein großes Loch. "Auch ein Teil vom Frontflügel ist nicht mehr da."

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