Nicht nur Jenson Button selbst, auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner musste sich am Sonntag in Suzuka wundern, warum der McLaren-Pilot so lange auf den harten Reifen fahren musste. Nach Horners Meinung wollte McLaren den Briten als Prellbock einsetzen, hinter dem Sebastian Vettel und Mark Webber Boden auf Lewis Hamilton verloren und möglicherweise so anfällig für eine Attacke Hamiltons gewesen wären.

"Aber dann sah es so aus, als ob Hamilton ein Problem bekam und sie gaben diese Strategie für Jenson auf. Es sah ein wenig so aus, als ob er das Opferlamm war. Ich weiß nicht. Es schien einfach eigenartig", meinte Horner laut Daily Telegraph. McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh verstand, dass sein Amtskollege von Red Bull auf so eine Theorie kommen konnte, doch er betonte, Buttons Strategie habe einfach nicht funktioniert.

Whitmarsh gestand sogar, dass darüber nachgedacht wurde, den regierenden Weltmeister als Blockade einzusetzen. "Wenn wir ihn länger draußen gelassen hätten... so spielen wir aber nicht. Vielleicht würden das andere machen, aber so betreiben wir keinen Motorsport", betonte der Teamchef.