Der Aufschwung von Renault in Spa war nur von kurzer Dauer. Robert Kubica geht nicht davon aus, dass er in den letzten fünf Rennen zum Spielverderber und Zünglein an der WM-Waage werden kann. Im Gegenteil: Durch die Weiterentwicklung der drei Topteams im Titelkampf glaubt er, dass diese sogar noch weiter von Renault davon ziehen werden.

"Es wird in den letzten fünf Rennen sehr schwierig, mit Ferrari, McLaren und Red Bull zu kämpfen, da sie noch massiv weiterentwickeln, um die WM zu gewinnen", erklärte Kubica. "Ich erwarte, dass sie wegziehen werden."

Den erhöhten Druck auf die Titelkandidaten sieht er nicht als Chance, um selbst einen Sieg abzustauben. "Würde ich wirklich mehr Risiko eingehen, als ein Fahrer vor mir, der über die WM nachdenkt?", fragte er sich. "Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass er über die WM nachdenken würde. Denn wenn er Fünfter ist, verliert er ohnehin schon viele Punkte."

Sollte sich eine Chance bieten, werde er diese natürlich ausnutzen. Allerdings erwartet Kubica keine Wunder - auch nicht auf dem Straßenkurs in Singapur, der dem Renault - ähnlich wie Monaco - eigentlich liegen sollte. "Ich denke nicht, dass wir das Rennen gewinnen können. Aber warten wir es ab."