Michael Schumacher geht in seinem "Wohnzimmer" Spa nur von Startplatz 21 ins Rennen. Wegen seines harten Manövers beim letzten Rennen in Ungarn wurde der siebenfache Champion um zehn Startplätze nach hinten strafversetzt. Die Kritik an seinem harten Manöver gegen Ex-Ferrari-Teamkollege Rubens Barrichello kann er nicht verstehen, auch wenn er sich mittlerweile per SMS bei dem Brasilianer dafür entschuldigt hat.
"Ich mache einen Job, und den will ich bis zum absoluten Maximum erfüllen. Wenn du gewinnen willst, gehst du an alle Grenzen. Bin ich deswegen böse? Ich finde: konsequent. Ich bin nicht gemein, ich bin nicht hinterhältig, sondern ich gehe ganz bewusst in alle Grauzonen hinein. Und dann gibt es kein Rechts und kein Links, nur diesen Weg. Du musst manchmal brutal sein, auch zu dir selbst, wenn du im Wettbewerb stehst", erklärte Schumacher. Aber nicht erst seit Ungarn steht Schumacher in der Kritik.
Viele Experten befürchten, dass der Deutsche durch die eher mäßigen Resultate seinen Ruf beschädigt. "Ich weiß gar nicht, ob ich denen etwas sagen muss. Jeder hat doch das Recht auf seine eigenen Herausforderungen, und ich will gemeinsam mit Mercedes etwas aufbauen. Das Leben bietet aber keine Garantie für Erfolg. Man kann nur alles dafür tun, dass das Optimum herausspringt. In dieser Phase befinden wir uns", nimmt es der Deutsche locker.
Er habe immer noch den ausgeprägten Siegeswillen wie vor seinem F1-Rücktritt. "Dieser Siegeswille wurde über viele Jahre nicht gestillt, und ist jetzt wieder entflammt. Da ist der harte Hund, der an alle machbaren, erlaubten Grenzen geht - hier und da sogar darüber hinausgegangen ist, um festzustellen: Wo ist die Grenze überhaupt?", so Schumacher im Interview mit der Bild am Sonntag.



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