Immer wieder kullern nach Unfällen abgerissene Räder über die Strecke. Im schlimmsten Fall fliegen sie sogar an nachfolgenden Autos vorbei - wie nach Tonio Liuzzis Qualifyingunfall in Hockenheim, als ein abgerissenes Rad vor dem Virgin von Timo Glock über die Strecke flog. Im Freien Training in China flogen bei Sebastien Buemis Toro Rosso sogar beide Vorderrad zeitgleich weg, weil die Vorderradaufhängung brach.

Im kommenden Jahr verdoppelt die FIA deshalb die Anzahl der Befestigungsseile, mit denen die Räder bei einem Unfall theoretisch am Auto gehalten werden sollen. "Die Seile halten, aber sie sind nicht zuverlässig genug", sagt McLaren-Ingenieursdirektor Paddy Lowe. Die Technische Arbeitsgruppe einigte sich deshalb darauf, ab 2011 an jedem Rad ein zusätzliches Seil zu verwenden.

Die Logik dahinter ist simpel: "Anstatt ein einzelnes Seil 100% sicher zu machen, glauben wir, dass bei zwei Seilen die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass eines den Einschlag übersteht", erklärt Lowe. Die Befestigungsseile sind seit der Saison 1999 in der Formel 1 Pflicht.