Das Rennen auf dem Hockenheimring war nicht das Rennen von Force India. Vom Start weg war beim Team der Wurm drin. So hatte Adrian Sutil gleich in Runde eins Kontakt mit Tonio Liuzzi und verlor Plätze. "Es war dann immer unsere Strategie, dass ich nach der ersten Runde auf die Primes wechseln würde, wenn ich beim Start keine Plätze gutgemacht habe. Damit sollte ich dann nach vorne kommen, wenn später andere stoppen. Das war ein guter Plan, da man nichts zu verlieren hat, wenn man so weit hinten ist. Beim Stopp gab es dann aber Verwirrung", berichtete Sutil.
Denn Liuzzi hatte sich auch angekündigt, weil er einen neuen Vorderflügel brauchte und deswegen vertauschte das Team die Reifensätze, weswegen Sutil noch einmal reinkommen musste, um auf den richtigen Reifensatz zu wechseln. "Sobald ich den hatte, lief es und ich konnte recht weit nach vorne fahren, aber dann musste ich wieder stoppen, als der Satz abbaute. Dieses Wochenende waren wir einfach nicht schnell genug, aber wir haben das Gefühl, das war nur ein Ausrutscher und nichts Ernstes - bei einigen Rennen läuft es einfach nicht gut, also schreibt man sie am besten ab und blickt auf die nächsten Rennen", meinte Sutil.
Die Pace war gut
Gleiches galt für Liuzzi, der beim verpatzten ersten Stopp ebenfalls falsche Reifen bekam und noch einmal stoppen durfte. "Das war schade, denn ich hatte eine gute erste Runde und danach hatten wir eine echt gute Rennpace. Es wäre immer schwierig geworden, aber die Pace war so gut wie die der Top Ten. Wir müssen das Positive mitnehmen und auf das nächste Rennen in Budapest blicken", sagte der Italiener.
Für Team-Geschäftsführer Otmar Szafnauer war das Wochenende eine Kette unglücklicher Ereignisse. Im Training gab es Probleme, wodurch das Qualifying nicht gut lief und beim Versuch eines aggressiven Starts kamen dann ausgerechnet die beiden Force India zusammen, wodurch es zu dem unheilvollen Stopp kam. "Wir ziehen da eine Linie drunter und schauen auf die neuen Entwicklungen, die kommen", betonte Szafnauer.

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