Mit Spannung wartet McLaren auf den Verlauf des Rennwochenendes in Hockenheim. Nachdem in Silverstone das groß angekündigte Update-Paket nicht funktioniert hat, startet das Team in Hockenheim einen zweiten Versuch. Lewis Hamilton hofft auf ein trockenes Training, um die Teile richtig austesten zu können.

"Für uns wäre es gut, wenn es morgen trocken bleiben würde, denn dann könnten wir das Maximum aus dem Training herausholen und unsere Teile richtig testen. Im Regen können wir die Teile nicht austesten. Wir würde nicht wissen, wo wir im Vergleich zu den Anderen stehen und wir würden nicht wissen, ob wir die Teile im Rennen einsetzen sollen oder nicht", verriet Hamilton.

Alles in allem sieht der Brite das neue Update-Paket immer noch als Schritt nach vorne an. "Jedes Mal, wenn wir neue Teile haben, bin ich aufgeregt. Man spürt sofort den Vorteil, den die neuen Teile bringen und ich fühlte das auch in Silverstone. Aber wir verloren einige Positionen, weil die Balance nicht richtig stimmte. Aber generell hat das Team in die richtige Richtung gearbeitet", erklärte Hamilton. In der aktuellen Situation könne McLaren kein Risiko eingehen.

"Wir können nicht sagen: 'Los, lass es uns versuchen!' Man muss an die WM denken und da war es besser, zurückzugehen und wichtige Punkte zu holen", sagte der Brite. Seit Silverstone hat McLaren hart in der Fabrik gearbeitet, um die Updates besser zu verstehen und Verbesserungen vorzunehmen. Für den Deutschland-GP ist Hamilton zuversichtlich, dass man sie besser zum Arbeiten bringt. "Wie alle anderen Teams müssen wir einfach weiter arbeiten und einen Schritt nach dem Anderen machen, ein Rennen nach dem Anderen sehen. So läuft es dieses Jahr", betonte der WM-Leader.

Gegner nicht unterschätzen

Trotz seines Vorsprungs in der WM ist der Brite alles andere als überzeugt vom Titelgewinn. "Die Anderen können ihr Probleme lösen und dann sind sie so schnell, dass man sie nicht mehr einholen kann. Red Bull würde in der WM führen, wenn sie alle ihre Plätze einfahren hätten können", weiß Hamilton. Doch McLaren habe in den Rennen nicht nur vom Pech der Anderen profitiert. "Wir hatten in einigen Situationen Glück, aber wir haben auch immer das Maximum aus dem Auto herausgeholt. Wir sind schnell, aber immer noch nicht die Schnellsten. Doch wir kommen dort noch hin", ist Hamilton überzeugt.

Sollten die Updates in Hockenheim funktionieren, erwartet der Brite McLaren näher an Red Bull dran. "Wenn es trocken bleibt, dann sollte es sehr eng zugehen. Es gibt eine lange Gerade, deshalb sollten wir so schnell sein wie die Anderen. Ich erwarte keine großen Abstände wie in Silverstone und wenn unser Update funktioniert, dann sollten wir noch näher dran sein", meinte Hamilton.