Wenn es um das Überholmanöver von Fernando Alonso in Silverstone geht, dann gibt sich Robert Kubica ein wenig zugeknöpft. Der Spanier hatte ihn beim britischen Grand Prix außerhalb der Strecke überholt, weil er eine Kurve abkürzte, um so einen Zusammenstoß mit dem Polen zu vermeiden. Er gab den Platz nicht sofort zurück und nach mehreren Gesprächen mit Charlie Whiting und dem Ausfall Kubicas gab es schließlich eine Durchfahrtsstrafe. "Jeder will da jeden überzeugen", meinte Kubica am Donnerstag. "Für mich war es sehr klar und ich denke, da muss man keine große Geschichte draus machen."
Obwohl der Renault-Pilot dieser Meinung war, wurde er aber dennoch intensiver darüber befragt, vor allem wollten die Anwesenden wissen, ob er denn den Platz sofort zurückgegeben hätte, wenn er so vorbeigekommen wäre. "Ich würde ihn sofort zurückgeben. Aber das ist so, weil ich immer die sichere Option wähle. So denke ich eben, so fahre ich. Ich würde aber sagen, es ist da keine große Geschichte", wiederholte er abermals. Mit Alonso hatte er nicht darüber gesprochen, für Kubica war die Sache aber auch klar und gegessen. "Ich weiß nicht, wie ihr es seht. Ich sehe es so, dass ich um die Position kämpfte, es ging so aus, wie es ausging und das ist es."
Also durfte er auch über andere Dinge sprechen, wie etwa den angeblasenen Diffusor, von dem er aber nicht vollends überzeugt war. "Da hängt viel von der Streckencharakteristik ab. Sicher ist es etwas, wovon die Meisten größere Zugewinne erwarten, als es dann gibt. Es ist nicht so, dass es da viele Vorteile gibt und keine Nachteile. Es gibt schon ein paar Nachteile. Der Zugewinn wird größer, wenn man die Nachteile verringert", sagte der Pole. Ein Problem sah er darin, dass es bei mehr Gewicht im Auto eine schlechtere Balance mit dem veränderten Unterboden gibt. "Die Charakteristik ist von der Strecke abhängig und da muss man die Balance tunen. Wenn es gut arbeitet, dann bringt es einen guten Vorteil, aber der ist immer noch kleiner als jeder denkt."

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