Bis zum Qualifying war es für Timo Glock ein Wochenende zum Vergessen. Technische Probleme so weit das Auge reichte und keine Zeit für die Fahrzeugabstimmung. "Wir gingen ziemlich blind ins Qualifying", gestand Glock. Doch dann geschah ein kleines Wunder: Der Blinde fand das richtige Setup und konnte auf Anhieb mit Lotus mithalten - obwohl das Auto nicht perfekt feingetunt war.
"Meine Runden waren richtig gut und ich bin zufrieden, vor Lucas [di Grassi] zu sein", sagte Glock. "Wir sind auch näher an Lotus dran, haben Jarno [Trulli] geschlagen und waren nur zwei, drei Zehntel hinter Heikki [Kovalainen]." Damit habe das Team bewiesen, dass die neuen Aerodynamikteile funktionieren. "Mit einem einfacheren Wochenende hätten wir noch näher dran sein können."
Das sieht auch di Grassi so. "Wir haben das Auto seit dem letzten Rennen verbessert", so der Brasilianer. "Wir sind viel näher an Lotus dran und unsere Updates haben wie erwartet funktioniert." Technikchef Nick Wirth sah darin natürlich eine Bestätigung seines rein digitalen Entwicklungsprozesses. "Wir haben lange auf diesen Moment gewartet, aber der gute Qualifyingkampf hat die Moral im Team gehoben", sagte Wirth. "Wir haben einen deutlichen Leistungsfortschritt erzielt, Lotus eingeholt und HRT weiter abgehängt."



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