Für Sauber verlief das Qualifying für den Grand Prix von Kanada alles andere als nach Plan. Das Team von Peter Sauber kämpfte bereits das gesamte Wochenende über mit Problemen und kam auch am heutigen Samstag nicht auf Touren. Kamui Kobayashi scheiterte bereits im ersten Qualifying-Segment und war daher sichtlich enttäuscht.
"Wir haben hier ein hartes Wochenende", sagte Kobayashi. "Unsere Leistungsfähigkeit reicht insgesamt nicht an das heran, was wir in der Türkei zeigen konnten. Ich hatte große Probleme, die Reifen aufzuwärmen. Ich habe sie einfach nicht zum Arbeiten bekommen, und so ist es absolut unmöglich, das Potenzial des Autos zu erschließen. Dass ich auf meiner letzten Runde noch ein Auto vor mir hatte, hat auch nicht geholfen. Ich wusste, dass es heute schwierig werden würde, aber dass es so schlecht wird, habe ich nicht gedacht. Morgen ist das Rennen, und ich hoffe einfach, dass ich dort noch eine Chance bekomme, um mich zu verbessern."
Teamkollege Pedro de la Rosa scheiterte in Q2 deutlich. Dem Spanier fehlte fast eine halbe Sekunde auf die Toro Rosso Piloten und belegte am Ende den enttäuschenden 17. Startplatz. "Wir wussten, dass das Qualifying schwierig werden würde", sagte de la Rosa. "Wir fahren das Auto hier zum ersten Mal mit deutlich geringerem Abtrieb, und das liegt uns anscheinend nicht. Wir rutschen viel zu viel, und so bekommt man die Reifen natürlich nicht zum Arbeiten. Kein Grip ist das Ergebnis. Zusätzlich hatte ich noch Schwierigkeiten, die Bremsen auf Betriebstemperatur zu bekommen. Wir müssen sehen, was wir daraus morgen im Rennen noch machen können. Die Reifenstrategie will überlegt sein, und wir sollten parat sein, um gegebenenfalls von einer Safety-Car-Phase profitieren zu können."
Auch der Technische Direktor James Key hatte keine wirkliche Erklärung für das schlechte Abschneiden seiner Mannschaft in Montreal. "Beide Fahrer litten unter zu wenig Grip, und die Balance der Autos war am Nachmittag anscheinend deutlich anders als am Morgen, was uns überraschte", gab Key zu Protokoll. "So standen wir vor neuen Problemen und mussten die Balance während des Qualifyings noch etwas verändern. Wir sind weit weg davon, wo wir sein wollen."

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